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Gardenie

Unter den zahlreichen Düften im Katalog des Hauses Chanel trägt einer schlicht den Namen Gardénia. Er wurde 1925 von den Parfumeuren Ernest Beaux und Jacques Polge entwickelt und versteht sich als zugleich zurückhaltend und opulent. Wie der Name nahelegt, stellt er die Gardenie in den Mittelpunkt und steht damit vermutlich den blumigen, kräftigen Düften der 80er-Jahre näher als den frischen Kompositionen, die für die 20er-Jahre typisch waren. Ein Blick auf diese berühmte Blüte der Parfümerie, die das Haus Chanel so sehr verehrt.

Was ist die Gardenie?

Die Gardenie ist eine Blütenpflanze aus der Familie der Rötegewächse. Sie umfasst rund 250 Arten und stammt aus verschiedenen tropischen Regionen der Erde in Afrika, Südasien, Australien und Ozeanien. Ihr Name geht auf den Botaniker Alexander Garden zurück, einen Schotten des 18. Jahrhunderts. Die Pflanze wächst als Strauch, dessen Höhe zwischen 1 und 15 m liegt. Er trägt dunkelgrüne, glänzende und ledrige Blätter von 5 bis 50 cm Länge und 3 bis 25 cm Breite. Die Blüten stehen meist einzeln, gelegentlich in kleinen Gruppen, und sind weiß oder blassgelb. Sie teilen sich in zahlreiche Lappen und bilden so ein sehr elegantes Gefüge. Die Blütezeit der Gardenie reicht von Mitte Frühling bis Mitte Sommer. Insgesamt handelt es sich um eine stark duftende Blüte, die als recht schwierig zu kultivieren gilt. Die Gardenie benötigt nämlich eine hohe Luftfeuchtigkeit, um zu gedeihen, und verlangt zugleich einen sauren, gut durchlässigen Boden. In der Blumensprache steht die Gardenie für unausgesprochene Liebe und Schüchternheit. In Japan und China wird sie zum Färben von Kleidung sowie als Lebensmittelfarbstoff verwendet. In Frankreich verdankt sie ihre Bedeutung Coco Chanel, die diese Pflanze sehr liebte und beschloss, ihr einen Duft zu widmen.

Die Gardenie in der Parfümerie

In der Wildform trägt die Gardenie stark duftende Blüten. Sie erinnern ein wenig an Jasmin, weshalb die Pflanze auch Kap-Jasmin genannt wird. Aufgrund ihrer hohen Kosten wird die Gardenie vor allem in hochwertigen Damendüften eingesetzt; sie dient häufig als blumiger Akkord und wird im Herz der Kompositionen verwendet. Dort verleiht sie dem Duft mehr Charakter und bewahrt zugleich ein hohes Maß an Weiblichkeit und Eleganz. Ihre grüne Seite erinnert zudem an Tuberose. Allerdings gewinnen Parfumeure das ätherische Öl der Gardenie nicht aus der Blüte selbst. Ihr Duft wird im Labor aus anderen Essenzen nachgebildet. Styrallylacetat ist dabei die am häufigsten verwendete synthetische Verbindung, um ihren Duft getreu nachzubilden. Das Ergebnis ist eine blumige, grüne, fruchtige und sogar leicht metallische Note.

Neben dem berühmten Chanel-Duft ist die Gardenie auch ein wesentlicher Bestandteil des emblematischen Adieu Sagesse von Jean Patou, von Arabian Wood von Tom Ford, Azalée von Lalique und Azurée von Estée Lauder.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Gardenia
  • Herkunft : Artificielle
  • Typ : Reproduction

Parfums mit der Note Gardenie

Chypre

Jean Paul Gaultier

Scandal

Orange · Mandarine

Blumig

Giorgio Beverly Hills

Giorgio

Orangenblüte · Bergamotte

Orientalisch

Diesel

Loverdose

Zitrone · Mandarine

Blumig

Christian Dior

Pure Poison

Mandarine · Bergamotte · Orange

Blumig

Valentino

Voce Viva

Mandarine · Ingwer · Bergamotte

Blumig

Coach

Coach

Himbeere · Rosa Pfeffer · Birne