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Jour d’Hermès Absolu

Als dritter Teil der 2012 begonnenen Linie erscheint Jour d’Hermès Absolu 2014, signiert von Jean-Claude Ellena. Der Parfumeur verdichtet darin das Bouquet des ersten Jour auf drei Rohstoffe – Gardenie, Jasmin Sambac, Aprikosenblüte – und gibt der Basis ein Fundament aus Eichenmoos, das das Ganze in Richtung Chypre zieht. Der Flakon stammt von Pierre Hardy.

Zwei Kritiker loben eine vollere Version als das Original; der eine bezweifelt, dass sie allen gefällt, der andere findet sie verständlicher.

Was die Kritik sagt

Robin, Now Smell This, 20. Mai 2014

Robin beschreibt einen fleischigeren Blumenduft als das erste Jour, ohne dass sich deshalb eine einzelne Blüte benennen ließe: Der Duft rieche stärker und rieche nach etwas anderem, doch sie sehe sich außerstande, die Blüte zu bestimmen, die der Übergang zum Absolu verstärkt habe. Die Aprikose erinnere sie fast an Osmanthus. Die Basis finde sie wärmer und erdiger als die des Originals, wenn auch kaum, und sie halte den Duft für einen Frühlings- oder Sommerduft. Ihr Urteil ist zweigeteilt: großartig, und nicht dazu gemacht, allen zu gefallen.

Dariush Alavi, Persolaise, August 2014

Alavi liest das Absolu als dieselbe Geschichte, aus einem leicht veränderten Blickwinkel erzählt und dadurch verständlicher. Beide Versionen seien für ihn leuchtende Blumendüfte, in denen kein Blütenblatt dominiere, bis sie ein Bouquet wie eine Fata Morgana bildeten. Beide trügen eine irritierende grüne Note zwischen Gras, Pflanzensaft und Salatdressing, stets bereit, das Lächeln der Blüten in ein Grinsen zu verkehren. Wenn das Absolu gefälliger sei, so sagt er, dann deshalb, weil die Frucht des ersten darin runder und fleischiger geworden sei.

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