Eau de Nuit
L’Eau de Nuit von Armani ist ein Parfum, das 2013 erschien. Dennoch knüpft es an ein starkes Symbol der Marke an: L’Eau pour Homme war 1984 der allererste Duft des Hauses Armani.

Bezugsquellen
Spielte jener mit seiner würzigen Transparenz, so scheint L’Eau de Nuit ihm in einem holzigeren und orientalischeren Register zu antworten. Er erscheint damit als das ideale Gegenstück zu seinem Vorgänger, nun schwarz getönt, als wolle er seine Männlichkeit mit größerer Entschlossenheit behaupten. Giorgio Armani selbst zufolge sei L’Eau de Nuit ein Konzentrat an Eleganz, das jenen magischen Moment heraufbeschwöre, in dem der Tag mit der Nacht verschmelze.
Der nächtliche Duft von Armani
Wie jeder Armani-Duft besitzt auch L’Eau de Nuit eine ausgeprägt italienische Facette. Der Modeschöpfer Giorgio Armani ist stets stolz darauf, seinen Wurzeln Tribut zu zollen. So ist hier von einer „Reise ins Herz der Mailänder Nacht“ die Rede. Der Duft hat dennoch seine frühere Leuchtkraft bewahrt und erscheint als eine Art Zwischenspiel in der Dämmerung oder im Morgengrauen. Er zeichnet das Bild einer Stadt, die in Dunkelheit getaucht ist, deren Lichter jedoch funkeln und die Finsternis erhellen. L’Eau de Nuit zeigt damit einen zeitlosen Stil und eine intuitive, abstrakte Vision. Es handelt sich um einen mit äußerster Raffinesse gefertigten Duft, zugleich zeitlos und universell. Er entwirft das Porträt eines geheimnisvollen, kultivierten Mannes. War L’Eau pour Homme nach dem Vorbild des weichen, unstrukturierten Sakkos der Marke Armani konzipiert, so gleicht L’Eau de Nuit eher einem eleganten Smoking. L’Eau de Nuit ist der Duft einer sehr raffinierten Männlichkeit mit angeborener Eleganz. Er verleiht einer sorgfältig gewählten Garderobe den letzten glanzvollen Schliff.
Die holzige, sinnliche Wärme von L’Eau de Nuit
Obwohl es sich um einen ausgesprochen maskulinen Duft handelt, wurde L’Eau de Nuit von einer Frau kreiert, der Parfumeurin Marie Salamagne. Da der Duft den flüchtigen Moment heraufbeschwört, in dem das Tageslicht der nächtlichen Dunkelheit weicht, ist L’Eau de Nuit von zahlreichen Kontrasten durchzogen. Der Auftakt ist von einer sprühenden, würzigen Frische geprägt, mit Bergamotte, kombiniert mit Rosa Pfeffer und Kardamom. Diese intensive Frische wird rasch von einer pudrigen, warmen Komposition abgelöst. Die Eleganz der Iris verbindet sich dabei mit der kecken Note der Muskatnuss. In diesem Moment wird L’Eau de Nuit zu einem holzig-pudrigen Duft. Seine überaus kühne und elegante Sillage scheint Kennern der Parfümerie vorbehalten. Den Ausklang bilden süßere Schwaden von Amber und Tonkabohne. Der Flakon von L’Eau de Nuit erscheint als Kopie desjenigen von L’Eau pour Homme. Sein Glas ist diesmal jedoch vollständig schwarz getönt, als sei auch er von der Dunkelheit erfasst worden.
Duftpyramide
- KopfnotenDie ersten Minuten
- HerznotenDas Herz des Parfums
- BasisnotenWas bleibt
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