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Guerlain

Après l'Ondée

Après l’Ondée: ein Parfum als Gemälde von Jacques Guerlain … Ein Gedicht, ein impressionistisches Bild, ein Aquarell

Erscheinungsjahr
1906
Zielgruppe
Damen
Duftfamilie
Blumig
Nebenfamilie
Orientalisch
Konzentration
Eau de Toilette
EAN
3346470143135 (75 ml)

Veröffentlicht

Après l'Ondée

Bezugsquellen

Après l’Ondée ist ein von Jacques Guerlain komponiertes Parfum, das seit 1906 für seine seltene blumige Zartheit, seine unmittelbare Emotion und seine florale, luftige Anmut verehrt wird. Après l’Ondée gilt als eines der duftenden Meisterwerke des Hauses Guerlain.

Après l’Ondée oder wie Guerlain Düfte malt, um den Augenblick festzuhalten

Der breiten Öffentlichkeit heute wenig bekannt, ist Après l’Ondée für alle Kenner dieser Kunst eine Referenz der modernen Parfümerie. Dabei habe dieses wunderbare Parfum, wie Jacques Guerlain erklärte, kein anderes Ziel, als ein olfaktorisches Bild einer ländlichen Landschaft zu zeichnen, die gleich nach dem Regen wieder in Sonnenstrahlen getaucht sei.

Ein schlichter Traum, aber eine grandiose Umsetzung durch einen „Maler“ der Parfümerie, der sein Talent ebenso in der Auswahl erlesener natürlicher Rohstoffe zeigt wie in der Veredelung synthetischer Noten, die in der Parfümerie damals noch neu waren, etwa Anisaldehyd, Heliotropin oder auch die Ionone.

Dank Aimé Guerlain und seinem berühmten Jicky, das einige Jahre zuvor erschienen war, wagt die Parfümerie nun, Stimmungen und Geschichten zu schildern. Mal ist es eine unmögliche Liebesgeschichte, mal einfach der Zauber eines Augenblicks – was im Übrigen zur Handschrift der Düfte werden sollte, die Jacques Guerlain später schuf, etwa l’Heure Bleue, ein weiteres großes Emotionsparfum.

Sylvaine Delacourte, Nase bei Guerlain, beschreibt Après l’Ondée als ein Parfum voller Nuancen und Zartheit, im Einklang mit den Elementen der Erde, ein Parfum, das das schöne Wetter nach dem Regen feiere und Lust darauf mache, barfuß durchs Gras zu gehen.

Après l’Ondée, ein florales Parfum, komponiert als Ode an die Natur

Der ursprüngliche Flakon von Après l’Ondée war von der Vorliebe der berühmten Marie-Antoinette für sehr „ländliche“ Korbflechterei inspiriert, weshalb sich im Glas kostbare Verzierungen abzeichnen. Der kleeblattförmige Verschluss symbolisiert schlicht die Feldblume. Heute wird Après L’Ondée im traditionellen Bienenflakon des ersten großen Guerlain-Erfolgs, Eau de Cologne Impériale, angeboten.

Die Kopfnoten sind dank Zitrone und Bergamotte frisch und säuerlich, durchsetzt von der anisartigen, leicht exotischen Zartheit der Neroliblüte. Im Herz entfalten Veilchen, Nelke und Weißdorn ihre kostbaren Düfte im Kontrast zu den hoch dosierten pudrigen Noten der Irswurzel. Die reichlich vorhandene Iris lässt im Übrigen daran denken, Après l’Ondée sei eine „von Tautropfen benetzte Iris“. 2Der Oregano-Akkord (den es mit dem späteren Heure Bleue teilt), ergänzt durch etwas Gewürznelke, verlängert die Frische und den betörenden Duft der so hübschen Mimose. Schließlich endet dieser bukolische Spaziergang in einer Sillage aus Heliotrop, Vanille und Benzoe, die daran erinnert, dass die Guerlinade später von demselben Parfumeur entwickelt wurde.

Die Guerlain-Kreationen hätten jede ihre eigene Geschichte und mitunter große Ähnlichkeiten. Das gelte für Après l’Ondée und l’Heure Bleue, zwei Landschaftsdüfte, die ihre Inspiration aus der Schönheit eines Moments und einer Momentaufnahme der Natur schöpften. Wäre Après l’Ondée ein Gemälde, so wäre es ein köstliches, farbenfrohes Aquarell des späteren Heure Bleue.

Duftpyramide

  1. KopfnotenDie ersten Minuten
  2. HerznotenDas Herz des Parfums
  3. BasisnotenWas bleibt

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