Orientalisch
Vanille
Die Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko. Damals Tlilxochilt genannt, diente die Vanille zum Aromatisieren von Kakao, einem Getränk aus Honig, Maismehl und Chili. 1516 gelangt die Vanille unter dem Namen vanilla an den spanischen Hof. Die Vanille ist die Frucht einer grünen Orchidee namens Planifolia Andrews oder auch Tahitensis. Die Vanillepflanze benötigt ein warmes, feuchtes Klima, aber auch eine Kletterhilfe. Ursprünglich aus Mexiko stammend, kommt die Vanille heute aus Madagaskar und von der Insel La Réunion.
Die Vanille, der unerschöpfliche Schatz der Parfümerie
Seit ihrer Ankunft in Frankreich im 16. Jahrhundert begeistert die Vanille die Schöpfer von Parfums. Sie vereint nämlich allein mehrere Hundert verschiedene Riechmoleküle. Der bekannte Geruch der Vanille ist zugleich fettig, süß und würzig. Vanillin wird seit dem Ende des 19. Jahrhunderts durch chemische Synthese hergestellt. Mit der Vanille lassen die Schöpfer ihrer Kreativität freien Lauf … Die Mode beginnt mit dem Parfum „Shalimar“ von Guerlain, dessen zentrale Note die Vanille ist. Später sorgt Yves Saint-Laurent mit seinem berühmten Parfum „Opium“ für allgemeine Begeisterung. Hier gibt die Vanille den Ton an! Dank einer subtilen Mischung aus Blüten und Gewürzen ist und bleibt „Opium“ ein verruchtes, beinahe provokantes Parfum … In orientalischen Parfums viel verwendet, verbindet sich die Vanille sehr gut mit anderen Duftstoffen.
Die wunderbaren Kombinationen der Vanille
Sehr häufig mit Gewürzen kombiniert, zeigt die Vanille ihre warme, sinnliche und köstliche Seite. Die Vanille findet sich in vielen orientalischen Parfums, zur großen Freude der Frauen … aber auch der Männer! Kombiniert mit Bonbon-, Lakritz- oder Gebäcknoten, zeigt sich die Vanille gourmand. Man denkt dabei an das erste Parfum von „Lolita Lempicka“, das zur Versuchung verleitet … Hier ist die Vanille geschickt mit Lakritz und Amarenakirsche kombiniert, was dem Parfum in jeder Sekunde Zauber verleiht. Die Vanille harmoniert auch sehr gut mit der Familie der holzigen Düfte, wie beim Parfum „Bois vanille“ von Serge Lutens. Hier ist die Vanille reichhaltig und erinnert an Samt. Mit der Kombination aus Mandelpaste, Sandelholz und Bienenwachs drückt dieses Parfum die Reichtümer einer verschwundenen Welt aus … Mit blumigen Noten offenbart die Vanille ihre ganze Weiblichkeit, wie das Parfum „Notes de vanille“ von Fragonard zeigt. Hier ist die Vanille mit Ylang-Ylang, Rose sowie Zitrusfrüchten kombiniert. Das Ergebnis ist ein unwiderstehlich weibliches, frisches Parfum, das sich zu jeder Jahreszeit tragen lässt.
Ursprünglich aus Mexiko stammend, hat die Vanilleorchidee die Welt und Aromen aller Art erobert. Die Vanilleschote begeistert die Schöpfer von Parfums seit Langem. Mit vielfältigen und unterschiedlichen Duftfacetten hat die Vanille Eingang in sehr große Parfums gefunden. Mit anderen Düften kombiniert, zeigt sich die Vanille abwechselnd floral, blumig, würzig, sinnlich, warm, frisch, holzig … Unabhängig von der Kombination, deren Teil sie ist, bleibt die Vanille unbestreitbar strahlend.
Steckbrief
- Lateinischer Name : Vanilla Planifolia
- Herkunft : Orchidee
- Land : MG
- Verwendeter Teil : Gousses Séchées
- Typ : Naturel
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