Zitrisch
Nathalie Gracia-Cetto
Jeder Parfumeur hat seinen eigenen Stil. So arbeiten manche bevorzugt mit Gewürzen, während andere holzige oder blumige Düfte vorziehen. In Damendüften bleibt die Blüte jedoch unbestreitbar der wichtigste Rohstoff. Gerade von ihr lässt sich die Parfumeurin Nathalie Gracia-Cetto gern inspirieren, wenn sie neue Düfte kreiert. Im Folgenden wird näher betrachtet, woher ihre Leidenschaft für die Königinnen der Parfümerie rührt.
Die Kindheit von Nathalie Gracia-Cetto
Die olfaktorischen Erinnerungen von Nathalie Gracia-Cetto reichen bis in ihre früheste Kindheit zurück. Ihre Kindheit war stark von blumigen Düften geprägt. Zwar wurde Nathalie Gracia-Cetto in Grasse, der Welthauptstadt des Parfums, geboren, doch wuchs sie nicht dort auf. Als sie kaum 7 Jahre alt war, wurde ihr Vater nach Kairo in Ägypten versetzt. So erinnert sie sich an eine Kindheit, die von den Düften der Provence und dem Duft des ägyptischen Jasmins begleitet war. Ebenso erinnere sie sich nach eigenen Angaben genau an den Duft des Karkadé, der in den Straßen Kairos verkauft wurde, sowie an den des Ful, einer Art Bohne, in den Fladenbroten. Zudem gibt Nathalie Gracia-Cetto an, sie habe sich stets stark vom Duft der Blüten angezogen gefühlt, insbesondere von dem der Mimose im Esterel. Zunächst dachte Nathalie Gracia-Cetto jedoch nicht daran, Parfumeurin zu werden. Sie wollte sich eher der Kosmetik zuwenden und Cremes herstellen. Sie erinnert sich nämlich daran, wie ihre Eltern ihr nach der Rückkehr vom Strand mit Butter die Füße reinigten. So begann Nathalie Gracia-Cetto zunächst ein Studium der Parfümerie. Obwohl sie den Studiengang abschloss, fand sie ihn jedoch besonders langweilig. Anschließend wandte sie sich einer Doktorarbeit über die in der Parfümerie verwendeten Öle zu. Dies ermöglichte ihr den Eintritt in die Parfümerieschule von Givaudan. Erst zu diesem Zeitpunkt habe Nathalie Gracia-Cetto nach eigenen Angaben wirklich ihren Weg gefunden. Sie empfand diese Ausbildung als weitaus interessanter als die vorherige und schloss sie im Alter von 29 Jahren mit Diplom ab. Daraufhin wurde sie vom Haus Givaudan eingestellt.
Nathalie Gracia-Cetto bei Givaudan
Nathalie Gracia-Cetto ist eine Frau voller Lebensfreude, und das spiegelt sich in jedem ihrer Parfums wider. Zugleich optimistisch und mit ausgeprägtem Sinn für Details, erfüllt sie die Anforderungen von Givaudan beständig. Auf sie gehen zahlreiche weltweit bekannte Parfums zurück, etwa Quatre von Boucheron, Le Mâle Popeye von Jean Paul Gaultier oder Soleil Blanc von Tom Ford. Müsste Nathalie Gracia-Cetto einen einzigen Rohstoff wählen, der sie charakterisiert, so wäre es nach eigenen Angaben der Lavendel. Obwohl sie recht lange brauchte, um sich diese provenzalische Pflanze zu erschließen, hat Nathalie Gracia-Cetto diese Blüte heute zu ihrer Signatur gemacht. Wie um sie mit jeder ihrer Kompositionen neu zu entdecken, gehört Nathalie Gracia-Cetto zu jenen Parfumeuren, die ihr Büro gern verließen, um sich direkt auf die Felder zu begeben. Die Parfumeurin sucht die größtmögliche Nähe zur Natur. Daraus speist sich ihre grenzenlose Kreativität. Die Parfums von Nathalie Gracia-Cetto verkörpern so auf ideale Weise eine vollkommene „Alchemie zwischen Leichtigkeit und Tiefe“. Sie stehen für „den Kontrast zwischen theoretischer Strenge und Poesie“.
Kreationen von Nathalie Gracia-Cetto
Zitrisch
Blumig
Holzig
Holzig
Orientalisch
Orientalisch
Blumig
Holzig
Aromatisch
Holzig
Aromatisch
Blumig