Holzig
Maritim
Die Herstellung maritimer Noten in der Parfümerie
Lange bevor Parfumhäuser und Kreateure sie für sich entdeckten, entstand die maritime Note in einem pharmazeutischen Labor. Pfizer entwickelte mit Calone ein synthetisches Molekül in Pulverform, das maritime Gerüche perfekt nachbildet. Seit dem großen Trend jodiger Düfte in den 90er-Jahren wurden neue synthetische Moleküle entwickelt, etwa Melonal, Floralozone, Algenabsolue oder Scentenal. Diese molekularen Abwandlungen von Calone ermöglichen es, Düfte um unterschiedliche jodige und frische Duftrichtungen herum aufzubauen.
Die jodige Note entsteht nicht nur durch diese synthetischen Moleküle, sondern auch durch natürliche Pflanzen wie Blaue Zypresse, Lotus und Meerfenchel. Diese jodigen Noten harmonieren ideal mit Zitrusfrüchten oder blumigen Noten, die die Frische und Lebendigkeit dieser vom Meer inspirierten Düfte verstärken…
Der Trend jodiger und aquatischer Düfte
Bei Parfums wie in der Mode kommen und gehen Trends. Als Calone 1966 entdeckt wurde, war es undenkbar, diesen jodigen Geruch für ein Parfum zu verwenden. Die Zeit verlangte eher nach kräftigen, opulenten Düften als nach frischen, zarten Parfums. Lange Zeit blieb die maritime Note pharmazeutischen Pflegeprodukten vorbehalten, etwas später dann Haushaltsprodukten – bezeichnend genug.
Die 90er-Jahre jedoch begünstigten nach Jahren berauschender Parfums leichtere und natürlichere Düfte. Die Hinwendung zum Natürlichen vollzog sich in den Köpfen wie in den Vorlieben bei Düften. Issey Miyake wurde mit „l’Eau d’Issey“ (erschienen 1992) zum ersten großen Erfolg der Parfums mit maritimen Noten. Der Duft, der „den Geruch des Wassers“ wiedergeben soll, eroberte zahlreiche Frauen aller Nationalitäten und öffnete schließlich anderen maritimen Düften die Tür, die nur darauf warteten, sich zu verbreiten…
Heute richten sich Parfums mit maritimen Noten an Männer wie an Frauen. Bei den Herren sind jodige Düfte zahlreich und stehen oft für Dynamik und Vitalität. Der Mann, der einen maritimen Duft trägt, gleicht häufig einem sportlichen, naturverbundenen Gentleman.
Bei den Frauen weckt die Meeresbrise im Parfum ebenfalls den Wunsch nach natürlichem Charme. Die Frau zeigt sich damit selbstbewusst, ohne Schnörkel oder ästhetische Verstellung. Der maritime Duft scheint somit Ausdruck einer Rückkehr „zu den Wurzeln“ zu sein, wie eine Welle jodiger Frische, die die Flakons erfasst und sich auf die Haut legt…
„Maritim“ als Nebenfamilie
Holzig
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Blumig
Holzig
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Fougère
Holzig
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Zitrisch
Blumig
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Zitrisch