
Rivières Allégresse de Cartier – ein neues Bad in der Natur. Die Natur ist für Parfumeure eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Sie liefert die meisten Rohstoffe, aus denen betörende Düfte entstehen. Zudem weckt die Natur mit ihren vielfältigen Landschaften Emotionen und damit ebenso viele Quellen kreativer Ideen.
2021 schlägt das Haus Cartier ein neues Kapitel seiner Geschichte auf und stellt drei neue Kompositionen vor: die Rivières de Cartier. Jedes Parfum ist hier als duftender Fluss angelegt, der seinen Duft von den Elementen annimmt, denen er begegnet. Man habe eine neue Frische heraufbeschwören wollen, und das Wort Rivières habe sich ganz selbstverständlich aufgedrängt, erzählt die Schöpferin Mathilde Laurent. Rivières Allégresse liege an der Schnittstelle von Natur und Juwelierskunst, da man von Diamantrivièren spreche, was die Verbindung zur Parfümerie herstelle, mit der Idee frischer Wasser. So vereint dieses Parfum die beiden bevorzugten Welten der Marke Cartier. Doch wie steht es um seine Komposition? Ein Blick auf die Rezeptur.
Die drei Hauptnoten von Rivières Allégresse de Cartier
Rivières Allégresse de Cartier beruht auf einer recht einfachen Rezeptur, die sich um drei Hauptbestandteile gruppiert. Diese werden allerdings von weiteren, im Hintergrund platzierten Rohstoffen veredelt.
Die Tuberose
Den Anfang macht die Tuberose, die bereits in den Kopfnoten dieses Parfums erscheint. Diese narkotische Blüte ist besonders kostspielig und ordnet das Parfum von vornherein der feinen Parfümerie zu. Sie entfaltet einen für Weiße Blüten typischen Duft, ebenso wie Jasmin, Magnolie oder Orangenblüte. Sehr feminin, zeigt sie sich zugleich grün, erdig und leicht kampferartig. Manche beschreiben die Tuberose auch als eine Art fruchtigen Jasmin. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen sinnliches Parfum.
Das Petitgrain
Petitgrain wird durch Destillation der Zweige und Blätter des Bitterorangenbaums gewonnen. Typisch für Eaux de Cologne, verleiht es dieser Komposition ihre unverkennbare Frische. Ausgesprochen leuchtend, gibt es dieser Rivières eine mediterrane und besonders helle Note.
Die Bergamotte
Schließlich erscheint die Bergamotte in den Basisnoten dieses Parfums. Sie gilt als feinste der Zitrusnoten und ist zugleich sehr kostspielig und sehr elegant. Fruchtig, blumig, grün, belebend und süß zugleich, besitzt die Bergamotte zahlreiche Facetten. Subtil und kostbar, verstärkt sie die ausgesprochen erfrischende Seite dieser Komposition.
Rivières Allégresse de Cartier – Inhaltsstoffe in ungewöhnlicher Reihenfolge
Die Rezeptur von Rivières Allégresse de Cartier mag auf den ersten Blick recht einfach wirken, doch der Eindruck täuscht. Auch wenn das Parfum nur wenige Inhaltsstoffe enthält, sind sie in einer völlig ungewöhnlichen Reihenfolge angeordnet. Üblicherweise steht die Bergamotte in den Kopfnoten eines Parfums. Sie verleiht ihm eine anfängliche Frische, die die Sinne weckt. In den Basisnoten wird sie dagegen nur selten verwendet. Die Tuberose wiederum ist eine sehr grüne, zarte Blüte, die sich in der Regel im Herz der Düfte findet. Hier erscheint sie bereits in den Kopfnoten. Alle Elemente von Rivières Allégresse de Cartier scheinen sich zufällig anzuordnen. Dennoch sind sie das Werk von Können und perfekter Orchestrierung. Das Ergebnis ist ein Parfum von vollkommener Harmonie, das einen spontanen, kühlen Eindruck hinterlässt, ideal für einen heißen Sommertag.
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