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L'Ombre des Merveilles

L’Ombre des Merveilles: das neue Eau de Parfum von Hermès. Für die Kreation seiner emblematischen Eau des Merveilles im Jahr 2004 musste das Haus Hermès die Inspiration nicht in der Ferne suchen. Die Marke vertiefte sich schlicht in ihr eigenes Universum und betrachtete die schönsten Stücke ihrer Kollektion.

Seit 2004 lässt das Haus Hermès die Augen der Frauen wie Sterne leuchten, mit einem Parfum, das für Zauber und Wunder steht: Eau des Merveilles. Jahr für Jahr trägt der zauberhafte und poetische Hauch dieses Dufts davon und verwandelt sich. So kann Eau des Merveilles bereits mehrere Neuauflagen vorweisen. 2020 bringt dieser Damenduft L’Ombre des Merveilles hervor, eine holzigere Edition seiner Vorgänger, kreiert von der talentierten Parfumeurin Christine Nagel. Wie gelingt es ihm, sich neu zu erfinden, und wie genau sieht seine neue Komposition aus? Ein Blick auf das außergewöhnliche Spiel von Hell und Dunkel, das Hermès ersonnen hat.

Schwarzer Tee, ein wärmender Genuss für den Auftakt von L’Ombre des Merveilles

Während die meisten Parfums mit sehr frischen Noten von Zitrusfrüchten beginnen, die unverkennbar an den lebhaften Duft der Eaux de Cologne von einst erinnern, setzt L’Ombre des Merveilles auf einen unerwarteteren Bestandteil: Schwarzen Tee. Als wärmender und raffinierter Genuss verströmt er hier zarte duftende Schwaden. Zudem gibt er sofort den Rahmen vor und führt unmittelbar in ein stark orientalisches Universum. So verbirgt L’Ombre des Merveilles seinen Anspruch nicht und zeigt sich sogleich als köstlich sinnlicher Duft. Erfrischend und kräftig, sanft und rauchig zugleich ist Schwarzer Tee ein ungewöhnlicher und zwiespältiger Bestandteil, der lediglich mehr Zeit und Aufmerksamkeit verlangt, um ganz erschlossen zu werden.

L’Ombre des Merveilles mit einem Herz aus Weihrauch

Dann erscheint im Herzen dieses Dufts ein ganz anderer, ebenso rätselhafter Bestandteil: Weihrauch. Mit L’Ombre des Merveilles treten die traditionellen blumigen Noten von Damendüften zurück und machen einem echten Aufbruch an Originalität Platz. Seit Jahrhunderten häufig für religiöse Riten verwendet, verleiht Weihrauch diesem Parfum eine sakralere Note. Zudem gilt er als König der orientalischen Düfte. Zweifellos lässt sich Hermès für diesen Duft von fernen Ländern inspirieren. Das Ergebnis ist ein charaktervolles Parfum, kraftvoll und dennoch stets sehr frisch.

Eine weiche Tonkabohne als Abschluss des Hermès-Parfums

L’Ombre des Merveilles, das in eine wahrhaft sonnige Nacht eintauchen lässt, mangelt es auch nicht an Sanftheit. Als Beleg dafür endet es mit einem der cremigsten und wattigsten Bestandteile der gesamten Parfümerie: der Tonkabohne. Tief und doch zart, ist sie eine wahre Einladung zum Genuss. Herrlich gourmand, ohne in ein Übermaß an Süße zu kippen, gibt sie dem Ganzen Struktur und eröffnet zugleich einen neuen Blickwinkel auf das wunderbare Universum von Hermès. Das Ergebnis ist ein sinnlicher und beruhigender Hauch, eine recht reduzierte, aber nicht weniger überraschende Komposition.
Unbestreitbar gibt dieser sehr architektonische Duft den Glanz des Hell-Dunkels wieder, wenn das Tageslicht nach und nach in die nächtlichen Schatten übergeht. Die Metapher ist schön. L’Ombre des Merveilles fesselt von den Kopfnoten bis zu den Basisnoten. Es ist eine Quelle von Sternen am helllichten Tag!