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L'Ombre des Merveilles

L’Ombre des Merveilles: das neue Eau de Parfum von Hermès. Für die Kreation seiner emblematischen Eau des Merveilles im Jahr 2004 musste das Haus Hermès die Inspiration nicht in der Ferne suchen. Die Marke vertiefte sich schlicht in ihr eigenes Universum und betrachtete die schönsten Stücke ihrer Kollektion.

Bevor sich das Haus Hermès in der Parfümerie hervortat, wurde es als herausragender Lederwarenhersteller bekannt. Die Marke beherrscht die Lederverarbeitung wie kaum eine andere und zeichnet sich durch handwerkliches Können und die strenge Auswahl ihrer Rohstoffe aus. Genau diese Sorgfalt im Detail und dieses beständige Streben nach Perfektion finden sich auch in diesem Duft wieder. Die neue Ombre des Merveilles von 2020 bildet daher keine Ausnahme. Auch wenn es sich um eine moderne Neuinterpretation der Eau des Merveilles in einer stärker orientalischen und holzigen Richtung handelt, büßt sie nichts von ihrer Pracht ein. Es folgt die Bewertung dieses Damendufts.

Was die Kritik sagt

L’Ombre des Merveilles, eine offene Tür zum Wunderbaren

Zunächst zum Universum dieses Parfums. L’Ombre des Merveilles ist eine zauberhafte Essenz, gesäumt von Unschuld und Fantasie. Auch wenn es sich um ein sehr orientalisches Parfum handelt, bewahrt es daher eine gewisse Leichtigkeit. Von Sinnlichkeit bis Authentizität bewegt es sich in verschiedenen Registern, zwischen Kindheitsträumen und selbstbewussterer Weiblichkeit. Hier verlässt das Außergewöhnliche die Nacht und zeigt sich am helllichten Tag. Um dieses Bild wiederzugeben, setzt Hermès auf ein faszinierendes Spiel von Hell und Dunkel. L’Ombre des Merveilles beschwört den Moment, in dem der Himmel ein enges Band zwischen Tag und Nacht knüpft. Es gleicht einem subtilen Augenblick, zu der Stunde, in der die Sternbilder bereits leicht vom Schein der Sonne erhellt werden. Das Bild ist schön und kann nur mitreißen…

Der ungewöhnliche Duft von L’Ombre des Merveilles

Auch beim Duft setzt L’Ombre des Merveilles nicht auf Einfachheit. Es verwendet nicht die in der Parfümerie üblichen Bestandteile, sondern setzt auf überraschendere Rohstoffe. Statt frischer Zitrusfrüchte in den Kopfnoten tritt ein kraftvollerer, orientalischer Schwarzer Tee in den Vordergrund. L’Ombre des Merveilles gibt sofort den Rahmen vor und beschwört Sinnlichkeit, bewahrt aber zugleich eine sehr luftige Seite. Dann wird sein ungewöhnlicher Charakter durch Weihrauch im Herzen noch verstärkt. Nach und nach tritt das Gourmandige wieder hervor, ohne dabei süß zu werden. Hier geht es vielmehr um Rundheit und Üppigkeit. Die Komposition von L’Ombre des Merveilles endet mit einem Hauch Tonkabohne. Das Ganze ist ebenso erstaunlich wie poetisch. Mehr brauchte es nicht, um zu begeistern!

Der schlichte, aber märchenhafte Flakon von Hermès

Beim Flakon schließlich präsentiert sich L’Ombre des Merveilles in einem Flakon mit derselben Silhouette wie die allererste Eau des Merveilles von 2004. Gerundet ähnelt er einem schräg liegenden Kieselstein, dessen vollkommen glattes Glas von der Zeit poliert scheint. Um die Dämmerung zu beschwören, zieht sich ein Farbverlauf von Blau zu Blassgelb über seine Wände. Ein Sternenregen überzieht zudem das Glas, während der Name in orangefarbener Schrift erscheint. Eingefangen in einem lupenförmigen Flakon, ist L’Ombre des Merveilles wie ein halb geöffnetes Fenster zur Welt, das einlädt, sie aus einem neuen, wunderbareren Blickwinkel zu sehen. Zur Abwechslung ist das Ganze in drei Zerstäubern mit 30, 50 und 100 ml erhältlich. Zweifellos ist L’Ombre des Merveilles sehr gelungen, wie eine „Quelle von Sternen am helllichten Tag“.