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Guerlain

Chypre Fatal

Chypre Fatal, das Parfum von Guerlain: Die 2008 von Sylvaine Delacourte lancierte Kollektion Les Elixirs Charnels des Hauses Guerlain sollte den großen Duftfamilien von Guerlain eine Hommage erweisen, mit einer Kommunikation und Akkorden, die entschieden modern sind und sich zugleich deutlich vom traditionellen Bild von Guerlain abheben

Erscheinungsjahr
2008
Zielgruppe
Damen
Duftfamilie
Chypre
Konzentration
Eau de Parfum

Veröffentlicht

Chypre Fatal

Bezugsquellen

Gourmand Coquin, Oriental Brûlant und Chypre Fatal treten markant hervor und entfalten sich in unterschiedlichen weiblichen Gesichtern. Chypre Fatal steht für die Verführung aus Feuer und Eis, das Versprechen eines Rendezvous?

Kühnheit und Verführung für ein innovatives Parfum: Chypre Fatal

Guerlain hatte bereits mit Idylle und dem Versprechen eines sinnlichen Rendezvous zwischen Schatten und Licht eine deutlich gewagtere Kommunikation eingeleitet. Die von Christine Nagel und Sylvaine Delacourte vorgestellte Kollektion Les Elixirs Charnels geht noch weiter und bietet eine Reihe von Kreationen, eine sinnlicher als die andere, die weibliche Fantasien in Duft übersetzen sollen. So setzt Gourmand Coquin auf die Kraft süßer Noten, um die Frau „appetitlich“ zu machen, Oriental Brûlant gibt sich aphrodisierend, und Chypre Fatal spielt mit seinen Kontrasten, um zu betören.

Chypre Fatal ist ein regelrechter Liebestrank. Christine Nagel spielt mit den klassischen Chypre-Düften von Guerlain wie Mitsouko, um sie zu modernisieren und ihnen eine unwiderstehliche Wirkung zu verleihen. So versteht sich Chypre Fatal als „das Feuer unter dem Eis“: die Frau, die sich mal zärtlich und samtig, dann arrogant und distanziert gibt, um den Mann, den sie begehrt, umso mehr um den Verstand zu bringen.

Laut Guerlain genügten bei Chypre Fatal wenige Tropfen im Dekolleté, um Verwirrung zu stiften, wenn sich die Rundung einer nackten Brust kaum enthülle. Man erahne dann, was man das „Feuer unter dem Eis“ nenne, das den Heldinnen von Alfred Hitchcock eigen sei: jene faszinierenden Frauen, die man nie ganz erobere.

Chypre Fatal oder die Begegnung von Rose und süßem Patchouliholz nach Guerlain

Auch wenn der Chypre-Duft von Mitsouko legendär ist, hat das Haus Guerlain letztlich nur sehr wenige Chypre-Parfums geschaffen, abgesehen von Rose Barbare von Francis Kurkdjian aus dem Jahr 2005, Songe d’un bois d’été von Thierry Wasser aus dem Jahr 2013 und natürlich dem zuvor erschienenen Chypre Fatal. Das Haus betritt also nicht nur mit einer irritierend sinnlichen Kommunikation Neuland, sondern auch mit Akkorden, die es nur selten verwendet.

Chypre Fatal eröffnet mit Noten von fruchtigem, samtigem weißem Pfirsich, wie ein Schleier aus gesüßter Milch, der sich mit einer lebhaften, leichten Bergamotte verbindet. Im Herz färbt sich die Rose, so zart wie in den meisten Guerlain-Parfums, mit warmen, brennenden Gewürzen, um ihre männliche Beute umso sicherer erliegen zu lassen. Die intensive Tiefe von Patchouli nimmt den eroberten Mann endgültig gefangen, der in dieser duftenden Falle nur einen Hauch überaus gourmandiger Vanille als Ausweg aus diesem Chypre Fatal finden wird. Doch dann ist es bereits zu spät.

Laut Guerlain sei Chypre Fatal zugleich schick und sexy und rufe eine rebellische Frau von äußerster Eleganz hervor, Ikone einer fatalen Verführung. Es handle sich um einen fruchtigen Chypre mit intensiver Sillage. Um eine imperiale, durch Patchouli holzig gefärbte Rose legten sich Vanille und weißer Pfirsich, die den Akkord voller Sinnlichkeit abrundeten.

Duftpyramide

  1. KopfnotenDie ersten Minuten
  2. HerznotenDas Herz des Parfums
  3. BasisnotenWas bleibt

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