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Baiser Fou

Baiser Volé ist ein emblematischer Duft des Hauses Cartier. Er erschien 2011 und etablierte sich sehr rasch als unverzichtbarer Klassiker der Damenparfümerie, geprägt von Eleganz und Liebe. Diese blumige Komposition kreiste damals ausschließlich um den blumigen Duft der Lilie.

Beruhte die olfaktorische Handschrift von Baiser Volé im Wesentlichen auf der Transparenz einer einzigen, fast ungreifbaren Blüte, der Lilie, so entfaltet sein Nachfolger Baiser Fou beschwingt und harmonisch den meisterhaften Duft der Orchidee. Dieser leidenschaftliche Duft gleicht einem intensiven, stürmischen Kuss. Er steht in derselben Linie wie sein Vorgänger und wagt es, auf einen Soliflore zu setzen – eine recht kühne olfaktorische Wette

Was die Kritik sagt

Das Können von Mathilde Laurent als Qualitätsgarantie

Um die Exzellenz seines neuen Duftes zu sichern, wandte sich Cartier an eine der anerkanntesten Parfumeurinnen ihrer Generation, die talentierte Mathilde Laurent. Sie wurde 2005 offizielle Parfumeurin des Hauses. Ihre außergewöhnliche Arbeit brachte ihr 2010 den Prix des Parfumeurs beim Grand Prix du Parfum, 2012 den Preis Grand Masculin und 2013 eine Auszeichnung beim Olfactorama ein. Mit anderen Worten: Ihre Mitwirkung an einem neuen Duft sichert Cartier dessen bemerkenswerte technische Qualität für ein besonders harmonisches Ergebnis. Zudem ist Mathilde Laurent für ihre hohe Sensibilität bekannt und lehnt allzu marketinggetriebene und vorhersehbare Kreationen kategorisch ab. So erscheint Baiser Fou als sehr kühner, unerwarteter und sinnlicher Duft.

Die Entscheidung für einen Soliflore

Während die Parfümerie oft auf eine immer größere Zahl von Rohstoffen setzt, hat sich Mathilde Laurent für die Einfachheit entschieden. Baiser Fou vervielfacht die Rohstoffe nicht, sondern stützt sich auf einen Soliflore, der überwiegend aus Orchidee besteht. Diese zeigt sich hier jedoch in ihrer ganzen Komplexität und entfaltet nach und nach die vielfältigen Facetten der Pflanze. Die Orchidee gibt sich intensiv, sinnlich, romantisch, stürmisch oder pudrig und gibt die vielfältigen Persönlichkeiten der Frauen treffend wieder. Als wahres Meisterstück ist dieser Duft von faszinierender Authentizität, und seine Intensität scheint sich für immer ins Gedächtnis einzuprägen, wie ein Baiser Fou.

Baiser Fou und sein Schmuckflakon

Ein letztes, nicht unwichtiges Element: Baiser Fou steckt in einem Flakon von großer Schönheit. Er hat die Form eines transparenten Zylinders, der in die Höhe strebt. Er scheint einen Duft zu enthalten, der einer Eau de Cologne ähnelt – eine Art, wie Cartier den Anfängen der modernen Parfümerie Reverenz erweist. Das Ganze wird von einem goldenen Hals gekrönt, in den dezent der Name Cartier graviert ist. Baiser Fou wird zudem von einem Edelstein gekrönt, rot wie ein Rubin. Anhänger des Hauses wird diese Wahl jedoch nicht überraschen, da sie unbestreitbar an die Juwelier-Vergangenheit des Hauses Cartier anknüpft. Jedes Detail dieses Duftes scheint so mit äußerster Sorgfalt durchdacht worden zu sein, für ein absolut faszinierendes Ergebnis.

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