La Belle
Damenduft La Belle von Jean Paul Gaultier. Die Parfümsparte von Jean-Paul Gaultier wurde 2016 von der spanischen Gruppe PUIG übernommen.
- Marke
- Jean Paul Gaultier
- Erscheinungsjahr
- 2019
- Parfumeure
- Zielgruppe
- Damen
- Duftfamilie
- Orientalisch
- Konzentration
- Eau de Parfum
- EAN
- 8435415017237 (30 ml) · 8435415017213 (50 ml) · 8435415017244 (100 ml)

Bezugsquellen
Seitdem fiel die Entscheidung, die beiden größten Düfte des Designers wieder in den Vordergrund zu stellen und sich überwiegend auf ihren weltweiten Ruhm zu konzentrieren. Seit ihrer Lancierung 1993 beziehungsweise 1995 sorgen Le Classique und Le Mâle nämlich unablässig für Gesprächsstoff! Noch heute erfinden sie sich neu und bringen ein neues Duo namens La Belle und Le Beau hervor. Galanterie verpflichtet: Ein genauerer Blick gilt zunächst der weiblichen Essenz von Jean-Paul Gaultier…
La Belle, absolute Essenz der Weiblichkeit
Um die Welt von La Belle von Jean-Paul Gaultier besser zu verstehen, empfiehlt sich ein Blick auf die Geschichte des Vorgängers Le Classique. Die Idee, einen Duft mit einem Flakon in Form einer weiblichen Büste zu entwerfen, geht auf eine ferne Erinnerung von Jean-Paul Gaultier zurück. Als Kind entdeckte er eines Tages ein Korsett am Boden einer alten Truhe seiner Großmutter, an der er außerordentlich hing! Gleichsam als Hommage an sie und zugleich als Symbol absoluter Weiblichkeit beschloss er, sich von diesem Retro-Kleidungsstück zu einem Parfumflakon inspirieren zu lassen. Seitdem ist das Korsett ein ikonisches Stück seiner Kollektion. Heute, erneut in Erinnerung an dieses Erlebnis, zeichnet Jean-Paul Gaultier das Bild einer starken, charismatischen Frau, die deutlich auf Sinnlichkeit setzt. Die Frau, die La Belle trägt, ist furchtlos. Sie ist eine Verführerin aus Leidenschaft, die niemanden gleichgültig lassen dürfte!
La Belle von Jean-Paul Gaultier, eine süße Note in einem leuchtend roten Flakon
Gleichsam um die Weiblichkeit seines Duftes zu überhöhen, hat Jean-Paul Gaultier seinen Flakon leicht verändert. So präsentiert sich La Belle in einem fein modellierten Glaskörper mit nun ausgeprägteren Hüften, schmalerer Taille und sehr üppiger Brust. Zudem trägt La Belle, als Ausdruck der Leidenschaft in ihrem Innern, diesmal ein strahlendes Rot. Am Hals wurde ein Hauch von Raffinesse hinzugefügt: La Belle ist nun mit einem Collier aus fein modellierten Rosen geschmückt. Dennoch hat sich Jean-Paul Gaultier ein weiteres Mal kühn dafür entschieden, diesen Duft in einer Verpackung in Form einer Konservendose anzubieten. Diese zumindest ungewöhnliche Wahl passt bestens zu seiner Welt!
Für die olfaktorische Rezeptur zog Jean-Paul Gaultier zwei renommierte Parfumeure hinzu: Quentin Bisch und Sonia Constant. Sie entschieden sich für drei Hauptzutaten. Die Birne verleiht dem Duft einen fruchtigen, saftigen und luftigen Hauch. Vetiver setzt dagegen einen Kontrast und gibt dem Ganzen mehr Tiefe und Kraft. Schließlich verbindet sich die holzige Note mit einer verruchten Vanillenote, die den süßen Charakter dieser Essenz noch verstärkt.
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Die Werbekampagne
La Belle und Le Beau in ihrem imaginären Werbegarten!
Als Jean-Paul Gaultier Anfang der 80er-Jahre seinen allerersten Duft schuf, wollte er ihn nach seinem eigenen Bild, zwischen Liebe zum Retro und zu pudrigen Noten und ultrasinnlicher weiblicher Moderne – und so entstand 1993 Classique. Danach verstand es auch Le Mâle, diese kühne Verbindung der Epochen in eine nie dagewesene männliche Duftwelt zu übertragen. In der Werbung sollte das Duftpaar für Furore sorgen, und jede neue Kampagne wurde zum Ereignis. Als Le Beau und La Belle, die Duftkinder von Classique und Le Mâle, auf den Bildschirmen erscheinen, bietet ihre Welt folglich erneut tausendundeine Überraschung.
La Belle und Le Beau gönnen sich in ihrer Werbekampagne die Unschuld!
Die Tore von La Factory von Jean-Paul Gaultier öffnen sich erneut für die hübsche junge Dame von Classique, die durch diese neue Kampagne für Le Beau und La Belle führt. Der Weg führt in die imaginäre Fertigungswerkstatt der Düfte von Jean Paul Gaultier, wo die Matrosen von Le Mâle sich auf ihren Booten abmühen, um den Classique-Damen zu helfen, auf dem Räderwerk voranzukommen. Doch auch wenn die Matrosen ganz ihrer Arbeit hingegeben scheinen, machen ihnen die charmanten, glamourösen Damen die Aufgabe nicht leicht! Dann übernehmen die Classique-Dame und der Le-Mâle-Matrose gemeinsam die Kontrolle, indem sie den gewaltigen Hebel betätigen, der die Flakon-Fließbänder in Gang setzt, bevor die Tore des Reichs von Jean-Paul Gaultier eine neue Welt freigeben.
Und plötzlich steht man der hübschen Classique-Dame gegenüber, die zu La Belle geworden ist. Die junge Frau, kaum bekleidet außer mit Blüten, die das Nötigste bedecken, räkelt sich auf einem Teppich aus Blüten und Blättern in schillernden Farben.
Dann verlässt die Kamera diese hübsche „Eva“, um Le Mâle zu zeigen, der für diesen Anlass ebenfalls in „Adam“ verwandelt wurde, oder vielmehr in Le Beau. Nur mit einem Weinblatt bedeckt, liegt Le Beau mitten in der Natur auf schönen roten Samtkissen, die wunderbar zu dieser ländlichen Kulisse passen.
Diese beiden Szenen machen schließlich den zwei neuen Flakons Le Beau und La Belle Platz, die auf den Bildschirmen wie die Objekte eines Meistergemäldes erscheinen.
Die ländliche und unkonventionelle Welt der Werbung für Le Beau und La Belle
Diese Kampagne von 2019 für La Belle und Le Beau erinnert mit ihren ersten Bildern natürlich an jene, die 2016 unter dem Namen La Factory gedreht wurde und in der die hübsche Classique-Dame und ihr Matrose Le Mâle vorgestellt wurden. Daher lässt sich ohne Weiteres vermuten, dass diese Werbung für Le Beau und La Belle vom selben Barceloner Werbekollektiv gedreht wurde, dem Kollektiv Dvein.
Zudem findet sich in dieser Kampagne der berühmte Soundtrack aller Classique-Le-Mâle-Werbungen wieder, das Stück Casta Diva aus der Oper von Bellini in jenem neuen Remix, der bereits 2016 zu hören war.
Es ging also offenbar darum, das neue Paar Le Beau und La Belle an die ursprünglichen Flakons Le Mâle und Classique anzunähern; ihre unkonventionelle Anspielung auf die Legende vom Garten Eden verleiht dieser hübschen Kampagne jedoch eine überraschende Note.
Chris Bunn und Daphne Groeneveld als Markenbotschafter für Le Beau und La Belle
Jean-Paul Gaultier ist ein Talententdecker, so sehr liebt er es, in seinen Modenschauen wie in seinen Werbungen starke Persönlichkeiten und ungewöhnliche Erscheinungen in den Vordergrund zu stellen. Für sein Paar Le Mâle und Classique setzte der Designer 2016 in La Factory auf Chris Bunn, ein junges Model von rund 20 Jahren, und auf ein niederländisches Topmodel von erst 21 Jahren, Daphné Groeneveld.
2019 sind diese beiden Figuren mit Le Beau und La Belle wieder zu sehen, inzwischen berühmt und etwas älter, ohne etwas von ihrem jeweiligen Charme verloren zu haben – ganz im Gegenteil!
Die exotischen und sinnlichen Duftkompositionen von Le Beau und La Belle
Beide von Sonia Constant und Quentin Bish komponiert, verstehen sich La Belle und Le Beau als Varianten von Le Mâle und Classique, so viel ist klar. Die beiden Parfumeure haben jedoch einige Züge der Vorgänger bewahrt und zugleich gewohnte olfaktorische Orientierungspunkte aufgelöst, um neue zu schaffen.
So behält Le Beau seine Architektur ganz aus Warm-Kalt-Kontrasten, fügt seinem Herz aber mit Kokosnuss einen Hauch Exotik hinzu, und La Belle lässt die Reize eines holzigen Herzens entdecken, um mit einer intensiven Vanille zu betören, die letztlich recht weit von Classique entfernt ist.
Von Classique zu La Belle, von Le Mâle zu Le Beau: die Entwicklung der Kampagnen von Jean-Paul Gaultier
Seit dem allerersten Erscheinen von Classique auf den Bildschirmen 1993 sind die Werbekampagnen von Jean Paul Gaultier Ereignisse, vor allem seit sich der Schönen im Korsett ihr Mâle in herrlich abenteuerlichen Geschichten hinzugesellt hat.
Die Begegnung zwischen dem berühmten Filmregisseur Jean-Baptiste Mondino und dem Designer sorgte zwar für Furore und für Werbekampagnen, die Geschichte geschrieben haben; mit The Factory schlug das Haus 2016 jedoch ein neues Werbekapitel auf und holte andere Regisseure hinzu.
La Belle und Le Beau, ein fantasievolles und humorvolles Augenzwinkern ganz im Stil von Jean-Paul Gaultier
Mit Le Beau und La Belle zeigt sich erneut, dass der unkonventionelle Geist des Enfant terrible der Mode auch nach dem Ende seiner so schönen Geschichte mit Mondino fortbesteht. Der Designer verstand es stets, eine Vorliebe für sinnliche Provokation mit Humor zu verbinden; La Belle wie Le Beau zeigen in ihrer Nacktheit jedenfalls eine solche Unverfrorenheit, dass man sich ihr nicht entziehen kann!
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