
Égoïste: ein origineller Duft für Herren mit geheimnisvollem, amberartigem Charme. Égoïste von Chanel entstand aus der Verbindung von Bois des Îles, dem Parfum des begabten Ernest Beaux aus dem Jahr 1926, und Bois Noir von 1987, das nicht das erhoffte Publikum fand.
Während das Haus Chanel weiterhin mit großem Erfolg seinen außergewöhnlichen N°5 anbietet, sind Neuheiten in den 1980er-Jahren deutlich seltener. Doch dann kam die außergewöhnliche Kreativität von Jacques Polge, dem Hausparfumeur der Marke, der mit wenigen Düften die Codes von Chanel durcheinanderwirbeln sollte. Mit Egoïste bietet Jacques Polge den Männern, die nur darauf gewartet hatten, ein neuartiges und kühnes Parfum. Egoïste ist bis heute ein Kultduft des Hauses Chanel – wegen seiner unvergesslichen Prägung.
Wenn Jacques Polge Mut beweist, entsteht ein schöner Egoïste
Anfang der 1980er-Jahre bewahrt das Haus Chanel seine strahlende Aura durch seine legendären Parfums N°5, Cuir de Russie, N°22 oder den jüngsten Damenduft: Cristalle. Doch diese Neuheit stammt aus den 1970er-Jahren, und seither ist nichts Neues in Sicht – bis zu dem Tag, an dem Jacques Polge zum Hausparfumeur dieses so traditionsreichen Hauses ernannt wird. Er will das Erbe von Chanel bewahren, es aber auch verwandeln, um die Aura von Chanel moderner erstrahlen zu lassen. Unbestreitbar erneuert Jacques Polge das Image des Hauses vollständig. Egoïste, der kostbare Herrenduft, den er Chanel 1990 schenkt, ist dafür wohl das schönste Symbol.
Egoïste versteht sich als Parfum eines raffinierten und sehr eleganten Chanel-Mannes, aber auch als Parfum einer Generation von Männern, die ebenso einen männlichen Duft suchen wie den Duft eines modernen, dunklen Verführers.
Jacques Polge, der Neuheiten und Trends aufmerksam verfolgt, zeigt, dass er die klassischen zitrischen, aromatischen oder holzigen Noten der Herrenparfümerie ebenso zu handhaben weiß wie blumige und fruchtige Noten, die hingegen weit origineller, manche sogar völlig kühn sind.
Chanel zufolge setze sich ÉGOÏSTE als Parfum eines Mannes durch, dessen Verführungskraft auf einem ausgeprägten Charakter beruhe. Unabhängig und unergründlich. Eine kompromisslose Persönlichkeit.
Egoïste: Wenn der Herrenduft seine Revolution erlebt
Abgesehen davon, dass Jacques Polge Chanel erneut einen Wind außergewöhnlicher Kreativität bringt, geht Egoïste weiter, als nur die Codes von Chanel durcheinanderzuwirbeln: Er wirbelt die Codes der Herrenparfümerie durcheinander, die in den 1980er-Jahren vor allem die Opulenz klassischer Noten oder die Kraft einer namenlosen Männlichkeit eines Drakkar und anderer Glanzstücke suchte.
Laut Madame Le Figaro erklärt Jacques Polge zu Egoiste, rückblickend sei es eine riskante Wette gewesen. Schon weil man nicht verstanden habe, dass in einem Haus für Frauen ein Damenduft maskulinisiert worden sei. Und er erinnere sich, dass die Geschäftsleute damals im Flugzeug nach Aftershave gerochen hätten.
Denn Egoïste hat nichts mit den anderen Herrendüften jener Zeit gemein. Er wurzelt sogar in einem Damenduft, Bois Noir, 1926 von Ernest Beaux komponiert. Das zeigt, wie sehr er anders sein will. Zuvor bereits unter dem Namen Bois noir sehr diskret angeboten, lässt Egoïste subtile warme und kalte Hauche wehen, die die Männer völlig in ihren Bann ziehen, indem er ihnen endlich die Schönheit explosiver Kontraste bietet, die bis dahin noch den Damendüften vorbehalten war.
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Ähnliche Noten und Duftfamilie, aus anderen Häusern.
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Ebenfalls komponiert von Jacques Polge
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