
Égoïste: ein origineller Duft für Herren mit geheimnisvollem, amberartigem Charme. Égoïste von Chanel entstand aus der Verbindung von Bois des Îles, dem Parfum des begabten Ernest Beaux aus dem Jahr 1926, und Bois Noir von 1987, das nicht das erhoffte Publikum fand.
In der Parfümerie wie in der Haute Couture gilt das Haus Chanel als sichere Größe, die nie enttäuscht. Es steht weltweit für Eleganz, Qualität und handwerkliches Können. Dennoch war das Risiko einer Enttäuschung groß, als ein in den 90er-Jahren erschienenes Parfum den Namen Égoïste erhielt. Égoïste, einem Mann mit Charakter gewidmet und mit ausgezeichneter Haltbarkeit, ist dennoch zu einer Ikone der Herrenparfümerie geworden. Woher stammt also dieser Name, und worin liegt das Geheimnis seiner Langlebigkeit? Es folgt die Bewertung der Redaktion.
Was die Kritik sagt
Égoïste, ein entschlossener und charismatischer Mann
Doch warum gibt man einem Herrenduft den Namen Égoïste? Gemessen an seinem kräftigen Geruch hat dieser Duft ohnehin nichts Egoistisches, sondern will bemerkt werden. Als Synonym des Teilens ist er alles andere als diskret. Tatsächlich trägt er diesen Namen schlicht deshalb, weil das Haus Chanel Frauen fragte, was ihrer Ansicht nach die wichtigste Eigenschaft der Männer sei. Die Antwort mit den meisten Stimmen lautete: Egoist! Die Anekdote überrascht, schmälert aber keineswegs den Erfolg dieses Duftes.
Konkreter und fern von Klischees ist Egoïste das Parfum eines Mannes mit Charakter, der sich durch seine Verführungskraft, seine unergründliche und unabhängige Art durchsetzt. Égoïste von Chanel scheint für alle Männer gemacht, die keine Kompromisse eingehen und alles tun, um ihre Ziele zu erreichen.
Égoïste, ein Parfum für Liebhaber holziger Düfte
Égoïste von Chanel beruht auf einer holzigen, würzigen und amberartigen Komposition. Es handelt sich also um ein Eau de Toilette für Herren voller Kraft und Feuer. Sein unbezähmbarer Charakter zeigt sich zunächst in der kräftigen Frische von Mandarine und Koriander. Dieses Hell-Dunkel-Spiel verwandelt sich dann rasch in ein wärmeres, umhüllendes Herz, das von türkischer Rose dominiert wird. In einem süßen, orientalischen Register verbindet Egoïste von Chanel anschließend neukaledonisches Sandelholz mit Vanille aus Madagaskar sowie Ambrettesamen. Das Ergebnis ist eine sinnliche, verführerische Sillage, ebenso anhaltend wie üppig.
Der schlichte und elegante Flakon von Chanel
Anders als viele Parfums von Chanel wird Égoïste nicht im legendären Flakon des Chanel N°5 von 1921 angeboten. Seine Flasche ist ebenso schlicht, überträgt die Eleganz von Chanel aber in ein robusteres, maskulineres Behältnis. So trägt der Égoïste-Flakon einen schwarzen Verschluss aus Rohholz, ein perfektes Echo auf das Parfum, das er enthält. Schlicht und raffiniert, ist dieses Behältnis seit seiner Entstehung nicht gealtert.
Er wurde zudem nur ein einziges Mal neu interpretiert, 1993, in einer Edition Egoïste Platinum, die eher einem aromatischen Fougère von Jacques Polge entspricht.
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