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Lakritz

Manche Marken, etwa Lolita Lempicka, entführen gern in eine märchenhafte Welt an der Grenze zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Dazu wecken sie Erinnerungen, insbesondere durch süße Noten oder solche, die an die frühe Kindheit erinnern. Das gilt auch für Lakritz.

Lakritz, eine alte Pflanze

Süßholz, aus dem Lakritz gewonnen wird, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie wird zwischen 1 m und 1 m 50 hoch. Sie besitzt große, gefiederte Blätter, eine flache Hülsenfrucht sowie Wurzeln, die Rhizome bilden. Der bekannte und verzehrte Teil sind die Wurzeln dieser Pflanze. Während manche darin ihre Lieblingssüßigkeit sehen, gilt sie anderen als Elixier für ein langes Leben, so etwa in der chinesischen Medizin. Süßholz wächst in der Regel auf nährstoffreichem, feuchtem Boden. Ein warmes Klima ist für seine Entwicklung unerlässlich. Daher ist es vor allem im Mittelmeerraum, im Süden der Vereinigten Staaten, im Nahen Osten, in Nordafrika und auf Mauritius verbreitet. In einem günstigen Gebiet neigt Süßholz jedoch dazu, sich invasiv auszubreiten, ähnlich wie etwa Minze. Die Pflanze ist seit sehr langer Zeit bekannt, insbesondere seit der Zeit der Griechen und Römer, die sie zur Klärung der Stimme verwendeten. In den 1950er-Jahren wurde Lakritz zudem zur Behandlung von Geschwüren und Gastritis eingesetzt. Es gilt außerdem als ausgezeichnetes Mittel gegen Erkältung, Halsschmerzen und Bronchitis. Im Laufe seiner Geschichte trug Süßholz verschiedene Bezeichnungen, im Französischen etwa bois doux, bois sucré, racine douce oder régalisse.

Düfte mit Lakritz

Das Aroma von Lakritz wird in der Parfümerie direkt aus den Wurzeln gewonnen. Die Parfumeure extrahieren es selbst oder beziehen es als Pulver. Inzwischen lässt sich der Geruch jedoch auch im Labor nachbilden. Lakritz wird sowohl in Herrendüften als auch in Damendüften verwendet. Es verleiht den Kompositionen eine würzige, holzige und süße Nuance. Zudem wird es sehr häufig mit Vanille kombiniert. Dadurch wirkt es besonders gourmand und erinnert an den Geschmack von Bonbons. Aus diesem Grund ist Lakritz bei Liebhaberinnen gourmandiger Düfte sehr beliebt und verleiht der Haut dessen, der es trägt, etwas „zum Anbeißen“!

Die bekannteste Komposition mit Lakritz ist selbstverständlich der emblematische Duft von Lolita Lempicka. Die Pflanze findet sich jedoch auch in Bois Vanille von Srege Lutens, in Décibel von Azzaro, in Fahrenheit von Dior und im gleichnamigen Duft von Balmain.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Glycyrrhiza glabra
  • Herkunft : Artificielle
  • Typ : Reproduction

Parfums mit der Note Lakritz