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Duftwicke

Die Parfümerie ist eine Welt der Sinnlichkeit und Anmut. Seit Jahrtausenden dient sie dazu, die natürliche Schönheit von Frauen zu unterstreichen. Sie verführt, regt die Fantasie an und weckt Begehren. Entsprechend bereichern zahlreiche Blüten, so anmutig wie Frauen, die Parfums. In diesem Sinne ist die Duftwicke ein überaus begehrenswerter Rohstoff.

Geschichte und Merkmale der Duftwicke

Die Duftwicke gehört zur Pflanzenfamilie der Fabaceae und trägt zahlreiche Beinamen wie „Blumenerbse“, „Moschuserbse“ oder auch „Wohlriechende Platterbse“. Sie stammt aus dem Südosten Italiens und aus Sizilien – eine Blüte also, die nach Sonne duftet. Die einjährige krautige Pflanze bildet Ranken, mit denen sie sich an umliegenden Stützen festhält. Sie ist damit eine Kletterpflanze, die eine Höhe von 2 m erreichen kann. Es gibt jedoch auch niedrige Sorten, mit denen sich hübsche Beeteinfassungen anlegen lassen. Ihre Blütezeit erstreckt sich je nach Art über mehrere Monate zwischen Mai und Oktober. Die Duftwicke öffnet dann ihre zierlichen, luftigen Blüten, deren zahlreiche Sorten eine große Farbauswahl bieten. Die Blüten bestehen aus mehreren Teilen: einem oberen Blütenblatt, der sogenannten Fahne, zwei seitlichen, den Flügeln, und dem Schiffchen, das aus den beiden miteinander verwachsenen unteren Blütenblättern besteht. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als ein sizilianischer Mönch namens Franciscus Cupani Samen nach England schickte. Erst im 19. Jahrhundert begann jedoch der schottische Gärtner Henry Eckford, verschiedene Sorten zu kreuzen, und entwickelte die Grandifolia-Gruppe, wobei er zugleich Qualität und Größe der Pflanze verbesserte. Ebenso verlieh er ihr einen einzigartigen, intensiveren Duft. Von da an weckte die Duftwicke das Interesse vieler. Zudem war die Pflanze im 19. Jahrhundert Gegenstand bedeutender genetischer Forschungen unter der Leitung von Gregor Mendel. In der Blumensprache symbolisiert die Duftwicke heute Zweifel und Hochmut. Viele verbinden sie jedoch auch mit Vergnügen und Eleganz. Die Duftwicke wird daher eher als Zeichen der Freundschaft verschenkt.

Die Duftwicke in Parfums

Ihrem Duft nach eignet sich die Duftwicke vor allem für die feine Damenparfümerie. Sie besitzt ein sanftes, blumiges Aroma mit süßen, honigartigen und moschusartigen Akzenten. Aus der Duftwicke lässt sich jedoch kein Absolue direkt gewinnen. Ihr Duft wird daher von Parfumeuren im Labor vollständig aus anderen Rohstoffen nachgebildet. Erwähnenswert ist zudem, dass das bekannte Haus Fragonard, ein Traditionshaus der Stadt Grasse, diesem Rohstoff 2014 einen Duft widmete und ihn Pois de Senteur nannte.

Heute ist die Duftwicke der Star zahlreicher Damendüfte. Sie findet sich in Amarige d’Amour von Givenchy, in Dior Me Dior Me Not von Dior (in Anspielung auf die Symbolik des Zweifels) sowie in L’Eau Jolie von Lolita Lempicka.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Lathyrus odoratus
  • Herkunft : Artificielle
  • Typ : Reproduction

Parfums mit der Note Duftwicke

Chypre

Nina Ricci

Deci Delà

Himbeere · Pfirsich · Aprikose

Blumig

Maison Francis Kurkdjian

724

Aldehyde · Bergamotte

Zitrisch

Calvin Klein

Ck1 Palace

Mandarine · Zitrone · Duftwicke

Van Cleef & Arpels

Thé Amara

Tee · Bergamotte · Minze

Blumig

Maison Francis Kurkdjian

À la Rose

Bergamotte · Birne