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Animalische Note

Animalische Noten: maskuline Herrendüfte und charaktervolle Damendüfte. Seit Urzeiten verwendet, um Körper mit kraftvollen, maskulinen Düften zu parfümieren, spielten und spielen animalische Noten eine große Rolle unter den Rohstoffen der Parfümerie. Dass die Tiere, aus denen diese Noten gewonnen werden, für die Parfümerie glücklicherweise nicht mehr geopfert werden, ist vor allem der Forschung und der massenhaften Herstellung synthetischer Moleküle zu verdanken. Sie haben Moschus, Graue Ambra, Zibet und Castoreum durch Duftstoffe ersetzt, die diese charaktervollen Gerüche originalgetreu nachbilden.

Woher stammten die animalischen Noten der Parfümerie?

Heute scheint es völlig undenkbar, ein Tierleben für die Herstellung eines Parfums zu opfern … Das war keineswegs immer so. Die animalischen Noten, mit denen sich die Großen dieser Welt reichlich parfümierten, waren über Jahrhunderte tatsächlich tierische Substanzen. Man munkelt etwa, Königin Kleopatra habe die Sekrete von Zibetkatzen (Zibet) verwendet, um ihre Parfums mit angeblich heilenden Kräften herzustellen …
Die bekanntesten animalischen Noten sind Moschus, Castoreum, Graue Ambra, Zibet, Hyraceum und Bienenwachs. Moschus wurde jahrelang vom asiatischen Moschustier gewonnen, Castoreum stammt aus den Abdominaldrüsen des nordamerikanischen Bibers, und Zibet aus dem Fett der Analdrüsen äthiopischer Wildkatzen. Graue Ambra geht auf Sekrete des Pottwals zurück, Hyraceum auf den kristallisierten Urin eines afrikanischen Säugetiers, des Kap-Klippschliefers. Bienenwachs wird schlicht aus Bienenstöcken entnommen, um daraus ein Absolue herzustellen. Wenig verlockend – und doch wurden diese tierischen Rohstoffe jahrhundertelang in der Parfümerie verwendet …
Dank des gewachsenen Bewusstseins für den Tierschutz verwendet heute, obwohl nur die Jagd auf das Moschustier vollständig verboten ist, kein Parfumeur (mit Ausnahme von Creed) diese Rohstoffe mehr. Synthetische Moleküle haben ihren Platz erfolgreich eingenommen und zugleich den Tieren das Leben gerettet.

Der Einsatz animalischer Noten in modernen Parfums

Wegen ihrer kräftigen Gerüche könnte man zu Recht annehmen, animalische Noten seien ausschließlich Herrendüften vorbehalten. Viele Jahre lang war das auch so. Dabei wurde jedoch die Kraft übersehen, die eine ausgeprägte animalische Note in einem charaktervollen Damenduft entfalten kann.
Unter den bekanntesten Parfums mit animalischen Noten ist an erster Stelle „Chanel N°5“ von Chanel zu nennen. Die Basisnoten aus Moschus und Zibet verbinden sich mit blumigen Noten, Sandelholz und Zeder zu einem einzigartigen, kraftvollen und legendären Duft für charaktervolle Frauen. Einige Jahre später brachte Lancôme mit „Magie Noire“ eine magische, wilde und animalische Komposition hervor: Auf einen Auftakt aus orientalischen Kopfnoten folgt eine Basis aus Zibet und Castoreum, verbunden mit holzigen Noten – wie ein magisches, betörendes Elixier.

Trotz dieser großen Erfolge animalischer Noten in der Damenparfümerie setzen Herrendüfte die animalische Note weiterhin ein, um den derzeit beliebten grünen und natürlichen Düften ein Siegel der Männlichkeit aufzudrücken. Der Mann ist dezenter und weniger wild geworden, bleibt aber ebenso maskulin.

Steckbrief

  • Typ : Reproduction

Parfums mit der Note Animalische Note

Fougère

Azzaro

Pour Homme

Lavendel · Zitrone · Basilikum

Holzig

Christian Dior

Leather Oud

Gewürznelke · Kardamom