Zum Inhalt springen

Cumarin

Cumarin ist eine natürliche organische aromatische Substanz. Sie kommt in großer Menge in der Tonkabohne vor, aus der sie 1820 erstmals extrahiert wurde. Daher stammt auch ihr Name: vom Coumarou (oder Kumaru), dem tropischen Baum, an dem die Tonkabohne wächst. Cumarin war eine der ersten Verbindungen, die für die Verwendung in der Parfümerie synthetisiert wurden. Cumarin ist außerdem in Lebensmitteln und Pflanzen wie Grünem Tee, Sellerie, chinesischem Zimt, Honig oder Lavendel enthalten.

Cumarin, ein wesentlicher Bestandteil der Fougère-Noten

Cumarin ergibt komplexe, aber anhaltende Düfte. Der Geruch von Cumarin ähnelt dem von frisch gemähtem Heu, trockenem Stroh oder hellem Tabak. Cumarin bringt zudem Akkorde von Mandel und Vanille hervor. In jedem Fall bleibt der olfaktorische Eindruck weich und pudrig. Cumarin ist der unverzichtbare Bestandteil der Fougère-Noten. Es bildet außerdem die Basisnote zahlreicher orientalischer und holziger Parfums. Hinzu kommt, dass Cumarin ein ausgezeichnetes Fixativ ist. Das erste Parfum mit synthetisiertem Cumarin war „Fougère Royale“ von Houbigant, kreiert 1882. Heute ist Cumarin offenbar in 90 % der Parfums enthalten, davon in 60 % mit einem Anteil von mehr als 1 %…

Düfte, die mit Cumarin harmonieren

Cumarin ist somit ein außergewöhnlicher Inhaltsstoff, den Parfumeure besonders schätzen. Dank seines „guten Charakters“ lässt sich Cumarin mit allen Duftfamilien kombinieren. Cumarin ist Bestandteil zahlreicher großer Herrendüfte wie „Fleur du Mâle“ von Jean-Paul Gaultier, in dem Cumarin allein die Basisnote bildet, „La Nuit de l’homme“ von Yves Saint-Laurent oder „Lacoste pour Homme“ von Lacoste… Cumarin verbindet sich sehr gut mit Kräutern der Provence, Bergamotte, Zitrone oder Minze, die den Geruch grüner Kräuter verstärken und an den Duft der Macchia an einem schönen Sommertag erinnern. Besonders gut harmoniert Cumarin auch mit Vanille und Benzoe. Diese 2 Rohstoffe verstärken den Vanillegeruch, den Cumarin bereits besitzt, und verleihen diesen Parfums eine sehr süße Rundheit. Das emblematische Parfum „Jicky“ von Guerlain verbindet Cumarin und Vanille in der Basis. In den Herznoten finden sich Geranie, Iris und Rose. „Jicky“, eine Hommage in Erinnerung an die Liebe zu einer jungen Frau, verströmt sprühende, aber weiche Noten – ein für seine Zeit sehr avantgardistisches Parfum.

Cumarin, eine natürliche organische Substanz, bildet die Basisnote holziger und orientalischer Düfte. Cumarin ist zudem die unverzichtbare Note der Fougère-Akkorde. Cumarin vermag zahlreiche Düfte zu veredeln. Außerdem ist es ein ausgezeichnetes Fixativ. Aus all diesen Gründen harmoniert Cumarin hervorragend mit den übrigen Duftfamilien. In 90 % der Parfums enthalten, bietet Cumarin Parfumeuren eine unerschöpfliche Palette an Duftnuancen.

 

Steckbrief

  • Herkunft : Synthèse
  • Land : AF
  • Typ : Molécule

Parfums mit der Note Cumarin

Blumig

Jean Paul Gaultier

Fleur du Mâle

Lavendel · Bergamotte · Petitgrain

Fougère

Yves Saint Laurent

Kouros

Beifuß · Lavendel · Aldehyde

Fougère

Guy Laroche

Drakkar Noir

Bergamotte · Zitrone · Lavendel

Orientalisch

Jean Paul Gaultier

Ultra Male

Lavendel · Minze · Bergamotte

Fougère

Paco Rabanne

pour Homme

Lavendel · Rosmarin · Bergamotte

Holzig

Hugo Boss

The Scent

Mandarine · Bergamotte · Ingwer

Fougère

Montblanc

Legend

Lavendel · Bergamotte · Dihydromyrcenol