Blumig
Mandel
Die Mandel: das Gourmandige und die Süße in Parfums. Die Mandel, Frucht des Mandelbaums, kann wie viele fruchtige Rohstoffe nicht direkt in Parfums eingearbeitet werden, um daraus die reizvolle pudrige und gourmande Note zu gewinnen, die seit mehreren Jahrzehnten so vertraut ist.
Dank der zahlreichen Entdeckungen, die in diesem Jahrhundert auf dem Gebiet der synthetischen Moleküle gemacht wurden, gibt es jedoch verschiedene Stoffe, die die Mandelnote hervorragend nachbilden – vor allem in blumigen Düften, aber auch in anderen gelungenen Parfumkreationen.
Die Entstehung der Mandelnote in der Parfümerie
Die Mandelnote kann leider nicht direkt aus der zarten Schalenfrucht gewonnen werden, die in gemahlener Form aus der Patisserie bekannt ist. Daher war es naturgemäß notwendig, diesem Mangel abzuhelfen und der Nase die zarten süßen und pudrigen Facetten dieser Frucht des Mandelbaums zugänglich zu machen.
Die allererste Methode besteht darin, die Aprikose zu nutzen: Durch Destillation des Aprikosenkerns wird Benzaldehyd gewonnen, eine natürliche Mandelnote; zudem lassen sich so bei der Herstellung von Abricotine alle Teile der Aprikose verwerten, nicht nur ihr Fruchtfleisch. Man erhält das bekannte natürliche Benzaldehyd.
Später brachte die Wissenschaft im Jahr 1869 das Heliotropin hervor, hergestellt aus den pudrigen Vanillenoten des Heliotrops. Heliotropin und Anisaldehyd, zwei nahezu gleichzeitig entdeckte Moleküle, ermöglichten die sanften, mandelartigen Noten von „l’Heure Bleue“ und „Après l’ondée“, Düften von Guerlain. Das von Firmenich entwickelte Amandolen erlaubt nach demselben Prinzip ebenfalls, zarte und blumige Mandelnoten nachzubilden.
Schließlich kann auch die bekannte Tonkabohne mit ihrem kräftigen Wirkstoff Cumarin eingesetzt werden, um eine Mandelnote in einem Parfum zu erzeugen, das sich in diese reizvolle Schalenfrucht verwandeln soll.
Die Mandelnote in blumigen und orientalischen Parfums
Wie bereits dargelegt, lässt sich die Mandelnote, obwohl sie nicht auf natürlichem Weg aus dem Mandelbaum gewonnen wird, je nach gewünschter Facette auf verschiedene Weise nachbilden. Die bevorzugte Duftfamilie der Mandelnote sind jedoch die Blumendüfte, die ihre zarten pudrigen und gourmanden Noten in üppigen Blütensträußen entfalten!
Die Mandelnote kann also in unterschiedlichen Formen und unter unterschiedlichen Bezeichnungen auftreten, manche blumige Parfums benennen sie jedoch ausdrücklich. „Fleur Défendue“ von Lolita Lempicka verbindet die Mandel in den Basisnoten mit Weißem Moschus und Kirsche, „Eau de Fleur de Prunier“ von Kenzo kombiniert Mandel und Pudrige Noten in der Basis eines blumig-fruchtigen Dufts, „Roberto Cavalli Essenza“ von Roberto Cavalli verbindet die Mandel mit für sie ungewöhnlichen animalischen Basisnoten, während „One love“ von Jean - Louis Scherrer sie in den Kopfnoten deutlich zeigt, begleitet von Bergamotte und Galbanum.
Darüber hinaus ist die Mandelnote auch in orientalischen Parfums sehr gefragt, etwa in „Ambrosine“ und „Flower by Kenzo Le Parfum“ von Kenzo, das die Mandel in den Herznoten mit Bulgarischer Rose einsetzt, und natürlich in der Verbindung von Mandel und Roten Früchten, die das bekannte Kirscharoma von „La Petite robe noire“ ergibt.
Parfums mit Mandelnote sind sehr zahlreich und in ihrer Komposition letztlich recht originell. Auch wenn Düfte mit Mandelakzenten zunächst eher Damendüfte sind, gibt es reizvolle Ausnahmen bei Herrendüften mit Mandelnoten, etwa „L’Homme Idéal“ von Guerlain oder, überraschender, den holzigen „Cargo de Nuit“ von Prada.
Steckbrief
- Herkunft : Synthèse
- Typ : Molécule
Parfums mit der Note Mandel
Blumig
Orientalisch
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Blumig
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