
Alles begann 2003, als das Haus Hermès Jean-Claude Ellena, seinen Hausparfumeur, beauftragte, einen klaren, reduzierten Duft in der Tradition des vorangegangenen Eau d’Orange Verte zu entwerfen. So entstand der allererste Jardin von Hermès. Damals handelte es sich um einen vom Mittelmeer inspirierten Unisex-Duft. Seitdem ist diese Reihe jedoch erheblich gewachsen. 2022 wird die Tradition fortgesetzt, und ein Neuzugang kommt zu Hermès: Un Jardin à Cythère.
2003 brachte das Haus Hermès seinen ersten Jardin heraus: Un Jardin en Méditerranée. Er bot einen ebenso frischen wie sonnigen Ausflug an das Mittelmeer, nicht weit vom Nahen Osten. Daraus gingen zahlreiche weitere Kreationen hervor. Heute sind die Jardins von Hermès eine ikonische Kollektion, die Jahr für Jahr wächst. 2022 wird sie um Un Jardin à Cythère von Hermès ergänzt. Wie gelingt diese Reise in den Peloponnes? Hier die Einschätzung der Redaktion.
Was die Kritik sagt
Un Jardin à Cythère, ein Unisex-Duft ganz im Zeitgeist
Wie alle Düfte der Kollektion der Jardins von Hermès richtet sich Un Jardin à Cythère gleichermaßen an Männer wie an Frauen. Das macht ihn mehr denn je zu einer zeitgemäßen Komposition. Heute verschwimmen die Geschlechtergrenzen zunehmend. Un Jardin à Cythère von Hermès steht daher für Androgynie. Er ist weit mehr als ein Duft. Er ist ein Symbol des Teilens zwischen den Geschlechtern, unabhängig von Kultur, Generation und Herkunft derer, die ihn tragen.
Hermès wagt einen irritierenden Garten
Obwohl dieser Duft zur Kollektion der Jardins von Hermès gehört, erinnert er nicht eindeutig an einen Garten. Er ist weder grün noch blumig. Hermès beschreibt ihn vielmehr als „blonden“, sonnigen Duft. Un Jardin à Cythère von Hermès beginnt mit dem frischen Duft der Zitrusfrüchte. Dann wird dieser lebhafte Schwung von einem zarteren Herz aus Pistazie abgelöst. Nach und nach gewinnt Un Jardin à Cythère von Hermès durch das Olivenbaumholz an Haltbarkeit. Auch darin unterscheidet er sich deutlich von den traditionellen Eaux de Cologne.
Wenn die Sonne den Flakon von Un Jardin à Cythère von Hermès durchflutet
Beim Flakon setzt Hermès dagegen auf Tradition. Das Haus greift seinen emblematischen Flakon erneut auf. Dieser ist von einer Kutschenlaterne inspiriert. Hermès war der Welt des Reisens stets eng verbunden. Der Flakon ist somit eine Anspielung auf die Geschichte des Hauses und erhält nun einen gelben Farbverlauf, der den sonnigen Charakter des Inhalts aufgreift.
Mit Un Jardin à Cythère stehen die Künstler im Mittelpunkt
Schließlich zum kulturellen und künstlerischen Aspekt dieses Dufts. Kythira ist eine Insel, die das künstlerische Schaffen stets stark inspiriert hat. Im Lauf ihrer Geschichte zog sie bereits zahlreiche Maler und Dichter an. Folgerichtig zog auch Hermès mehrere Künstler für die Gestaltung seines Dufts hinzu. Un Jardin à Cythère von Hermès ist zunächst das Werk einer der bedeutendsten Parfumeurinnen der Gegenwart: der talentierten Christine Nagel. Der Flakon von Un Jardin à Cythère wurde von Fred Rawyler entworfen, der mit Hermès sowohl im Flakondesign als auch bei der Gestaltung von Uhren und einiger Seidencarrés zusammenarbeitet. Die Faltschachtel trägt eine Zeichnung von Elias Kafouros, einem griechischen Künstler, der ebenfalls bereits mehrfach mit dem Haus gearbeitet hat.
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