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Scandal

Bei Jean Paul Gaultier ist ein Scandal entstanden. Jean-Paul Gaultier ist ein Designer, der große Klassiker gern neu interpretiert und ihnen eine ausgesprochen unkonventionelle Note verleiht. So vermischt er in jeder seiner Modenschauen ohne Zögern die Genres und schafft auf den höchsten Laufstegen der Haute Couture eine durch und durch erotische Atmosphäre.

Jean-Paul Gaultier ist eine sehr kreative Persönlichkeit, und jede seiner neuen Kreationen wird stets mit Spannung erwartet. Zudem hatte der Couturier seit einigen Jahren keine neuen Düfte mehr geschaffen. Mit der Lancierung von Scandal ist dies nun geschehen. Dieser Gourmand-Duft wird als sinnliche, betörende Komposition präsentiert, die den likörartigen Charakter des Honigs in den Vordergrund stellt. Während sich der Duft damit ganz in den aktuellen Trend süßer Parfums einfügt, erweist sich sein Flakon als zumindest überraschend. Im Folgenden ein genauerer Blick darauf, wie der berühmte Jean-Paul Gaultier seiner Fantasie freien Lauf gelassen hat.

Jean-Paul Gaultier entführt nach Pigalle

Mit diesem Duft scheint Jean-Paul Gaultier direkt nach Pigalle entführen zu wollen, das viele als eines der „heißesten“ Viertel der Hauptstadt betrachten. Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass Jean-Paul Gaultier in eine sexy und provokante Welt führt. Wie ließe sich über den Designer sprechen, ohne seine Korsagen mit Kegel-BHs, seine Transgender-Kollektionen und mitunter sogar seine Sadomaso-Bekenntnisse zu erwähnen? Der neue Flakon von Scandal geht jedoch nicht so weit. Er setzt ganz auf Andeutung und besitzt sogar eine wohldosierte Portion Humor und Ironie.

Der überraschende Look des Scandal-Flakons

Scandal besitzt einen Flakon, der zugleich überraschend, kühn und sehr harmonisch ist. Dabei spielt er mit zahlreichen Gegensätzen. So verbindet er einen transparenten Unterteil mit einer opaken Oberseite. Ebenso steht sein warmes Zartrosa einem kühleren silbernen Metall gegenüber. Der untere Teil ist recht klassisch, während die Oberseite völlig exzentrisch ist. Dennoch strahlt dieser Flakon eine außerordentliche Harmonie aus. Nach Einschätzung der Redaktion konnte nur das Talent des einzigartigen Jean-Paul Gaultier ein solches Gleichgewicht schaffen und zugleich solche Exzentrik wagen. Das Beinpaar auf dem Flakon bleibt dennoch das Herzstück dieses ungewöhnlichen Gefäßes.

Ein Hauch von Head Over Heels von Revlon

Allerdings hat sich Jean-Paul Gaultier für sein Werk eindeutig vom Flakon des Duftes Head Over Heels von Revlon inspirieren lassen. Dieser Duft kam 1994 auf den Markt der Damenparfümerie. Auch wenn er eine weit zurückhaltendere Modernität zeigt, ist die Ähnlichkeit unübersehbar. Handelt es sich also um eine Hommage des Designers? Jean-Paul Gaultier hat sich bislang nicht dazu geäußert. Fortsetzung folgt…