
Hermès Rouge, eine orientalische Stimmung für selbstbewusste Weiblichkeit. Das Haus Hermès steht für 170 Jahre Erbe an Handwerkskunst, Talent, Luxus und Eleganz. Das 1837 von Thierry Hermès gegründete, gleichnamige Haus war ursprünglich ein Geschäft für Pferdezubehör.
Während die 80er-Jahre reich an Parfums mit kräftiger Sillage und originellen Akkorden sind, präsentiert Hermès die Komposition seiner Parfumeurin Akiko Kameï im prächtigen, vom Reitsport inspirierten Flakon von Parfum d’Hermès. Doch trotz des anfänglichen Erfolgs geriet das Werk der Parfumeurin zwischen Poison, Opium und anderen in Vergessenheit. Das Haus Hermès und sein Hausparfumeur Jean-Claude Ellena beschlossen im Jahr 2000, ihm unter dem schlichten Namen Rouge ein zweites Leben zu schenken.
Wie sich Le Parfum d’Hermès mit Hilfe von Jean-Claude Ellena rot färbt
Dabei hatte Parfum d’Hermès alles, um zu gefallen. Seine originelle, vom Reitsport geprägte Atmosphäre machte neugierig, seine blumig-amberartigen Düfte betörten. Die Komposition von Akiko Kameï war prachtvoll und spielte mit prickelnden Kopfnoten, um die Sinne anschließend in einem Bad kostbarer Blüten einzulullen, bevor ein kräftiger Hauch von Hölzern mit glühender Sinnlichkeit den Abschluss bildete. So war Parfum d’Hermès. Doch trotz eines rasanten Verkaufsstarts und einer gut geführten Werbekampagne geriet Parfum d’Hermès schnell in Vergessenheit. Hatten zu viele originelle Kreationen die anderen originellen Kreationen verdrängt?
Wie dem auch sei: Erst im Jahr 2000 erlebte die ursprüngliche Komposition von Akiko Kameï unter dem symbolträchtigen Namen Rouge ihre Wiedergeburt. Die Parfumeurin, die gern Neues erschafft, zögerte keinen Augenblick, ihre Kreation von 1984 an der Seite des Meisters Jean-Claude Ellena zu überarbeiten, um sie zu modernisieren und ihr ihren ganzen Glanz zurückzugeben.
Laut Hermès zu Rouge habe der von Akiko Kamei geschaffene Duft damals den Namen Parfum d’Hermès getragen. Zu Beginn des dritten Jahrtausends neu interpretiert und in Rouge Hermès umbenannt, sei dieser halb-orientalische, blumig-amberartige Duft, der eine Leitfarbe des Hauses widerspiegle, der Inbegriff von Raffinesse.
Rouge Hermès, einer der seltenen kraftvollen orientalischen Düfte von Jean-Claude Ellena und Akiko Kameï
Überrascht es kaum, Akiko Kameï wegen der engen Verwandtschaft mit Parfum d’Hermès hinter Rouge zu sehen, so überrascht es umso mehr, Jean-Claude Ellena in einem so sinnlichen und glühenden Register wie dem von Rouge anzutreffen.
Auch wenn der Parfumeur eher an impressionistische, leichte Düfte wie die der Parfums Jardins gewöhnt ist, schätzt er ebenso sinnliche und glühende Noten, wie er sie etwa für Terre d’Hermès komponierte. Tatsächlich sagt er es ganz einfach: Er habe sich in Parfum d’Hermès verliebt und ihm eine Hommage erweisen wollen, indem er mit dessen ursprünglicher Schöpferin Rouge schuf. Rouge ist ein Parfum der Leidenschaften.
Ist der Auftakt spritzig und eher frisch, so werden die ausgesprochen blumigen Noten von Rouge zu einem warmen, opulenten Herz, das von der exotischen Schönheit von Jasmin, Rose und Ylang-Ylang erfüllt ist. Diese Weiblichkeit in ihrer ursprünglichsten und schönsten Form wird durch holzig-orientalische Tiefen noch stärker betont, in denen Myrrhe und Labdanum zu animalischem Samt werden, der die Sinne mit seinem Zauber umhüllt.
Laut Hermès zu Rouge sei seine Sillage durch ihren Reichtum ebenso wie durch die Meisterschaft ihrer Komposition unvergesslich.
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