Orientalisch
Akiko Kameï
Asien ist als globaler Akteur der Schönheitsbranche vor allem auf Pflege- und Make-up-Produkte ausgerichtet. Die Kunst der Parfümerie ist dort wenig entwickelt. Die Kultur sieht vor, dass Frauen eher zurückhaltend auftreten; entsprechend haben sie nicht den Anspruch, mit allzu opulenten Düften Aufmerksamkeit zu erregen. Daher stammen nur wenige Parfumeure aus dieser Weltregion. Akiko Kameï hat sich dennoch dieser Herausforderung gestellt und einige bedeutende Düfte für weltberühmte Designer geschaffen.
Akiko Kameï und das Haus Hermès
Über den Werdegang von Akiko Kameï ist nur sehr wenig bekannt. Bekannt ist jedoch, dass die Parfumeurin im Laufe ihrer Karriere überwiegend für das Unternehmen Hermès gearbeitet hat. Auf sie gehen drei der bedeutendsten Düfte der Marke zurück. 1984 schuf sie Parfum d’Hermès. Die chypreartige und orientalische Komposition zeichnete sich durch eine sehr komplexe, zugleich besonders harmonische Rezeptur aus. In der Folge griff Hermès im Jahr 2000 erneut auf das Können von Akiko Kameï zurück. Gleichsam als Symbol für den Eintritt von Hermès in das neue Jahrtausend schuf Akiko Kameï für die Marke einen Duft namens Rouge d’Hermès. Er bewegte sich im selben Register wie sein Vorgänger und entfaltete einen blumigen und würzigen Charakter, zugleich frech und sinnlich. Zwei Jahre später schließlich verwandelte Akiko Kameï diesen Duft in eine Eau Délicate. Diese neue olfaktorische Version erwies sich als blumiger, moschusartiger und holziger als die vorherige, bewahrte dabei aber die charakteristische Handschrift der Düfte von Akiko Kameï.
Weitere Kooperationen von Akiko Kameï
Parallel dazu hat Akiko Kameï als Parfumeurin mit weiteren, eher exklusiven Parfummarken zusammengearbeitet. Während manche Marken sehr kommerzielle, an aktuellen Trends orientierte Düfte anbieten, lassen andere Häuser ihrer Fantasie freien Lauf. Sie gelten als Nischenparfümerie und richten sich an Parfumliebhaber, die mit gewagteren Düften vertraut sind. Für Marken dieser Art arbeitet Akiko Kameï besonders gern. So schuf sie etwa den Duft Oyedo von Diptyque. Die aromatische Unisex-Komposition richtet sich gleichermaßen an Männer wie an Frauen. Sie erschien im Jahr 2000. Zuvor hatte Akiko Kameï bereits 3ème Homme von Caron geschaffen, einen Duft aus dem Jahr 1985, der Schlichtheit durch äußerst gründliche Forschungsarbeit kultiviert.
Akiko Kameï ist somit eine sehr eigenständige Parfumeurin, die nicht um jeden Preis nach Bekanntheit strebt. Sie lässt lieber ihre Authentizität sprechen und pflegt ihre Andersartigkeit.
Kreationen von Akiko Kameï
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