
Opium, ein Duft mit Charakter von Yves Saint Laurent: Yves Saint-Laurent ist ein Modeschöpfer, der hinter seinem schüchternen Auftreten stets gern von sich reden machte. Neben der Qualität seiner Kreationen war er ein glühender Verfechter des Skandals. So lösten mehrere seiner Düfte heftige Kontroversen aus, mal wegen ihrer Werbung, mal wegen ihres Namens.
Opium von Yves Saint-Laurent ist weit mehr als ein gewöhnlicher Damenduft. Er ist eine echte Legende der Parfümerie. Er gilt als skandalös sinnlich, trägt einen sehr vielsagenden Namen und lädt Frauen seit nunmehr sehr vielen Jahren dazu ein, sich von Konventionen zu befreien. Opium kam 1977 auf den Markt. Seitdem ist sein Erfolg nie abgerissen, sodass er sogar Black Opium hervorgebracht hat, eine zeitgemäßere Edition. Von manchen wegen seiner Anspielung auf Verbotenes kritisiert, wird er von vielen anderen Frauen verehrt. Worauf beruhen eine solche Bekanntheit und eine so lange Lebensdauer? Es folgt die Bewertung des Damendufts Opium von Yves Saint-Laurent.
Was die Kritik sagt
Opium von Yves Saint-Laurent, die Geschichte eines sehr umstrittenen Parfums
Opium von Yves Saint-Laurent trägt einen ganz besonderen Namen, der deutlich auf eine verbotene Substanz anspielt. Yves Saint-Laurent erklärte, er habe Opium als Namen gewählt, weil er inständig gehofft habe, dass es mit all seinen glühenden Kräften die göttlichen Fluide, die magnetischen Wellen, die Herzensfänger und die Reize der Verführung freisetzen könne, die die verrückte Liebe entstehen ließen. Doch gleich bei seiner Markteinführung wurde er deshalb in einigen Ländern regelrecht verboten. Gleichwohl: Yves Saint-Laurent liebte den Skandal stets, und dieser sorgte zumindest dafür, dass über seine Kompositionen gesprochen wurde! Für manche verboten und völlig unangebracht, wurde Opium von anderen regelrecht verehrt, sodass er sofort ausverkauft war! Seit seiner Markteinführung ist seine Anziehungskraft ungebrochen. Als Kultduft macht er vor allem süchtig.
Der extravagante Hauch von Opium von Yves Saint-Laurent
Wenn Opium so viel Aufsehen erregt hat, dann vor allem, weil er einen unauslöschlichen Eindruck im Gedächtnis hinterlässt. Er ist ein komplexer Duft, unter allen wiederzuerkennen. Er ist zudem das Ergebnis einer sehr großen Zahl von Versuchen. Bei seiner Entwicklung bedachten die Parfumeure Jean-Louis Sieuzac und Raymond Chaillan jedes Detail. Sie gelangten zu einer einzigartigen Rezeptur aus edlen und raffinierten Rohstoffen. Bei Opium von Yves Saint-Laurent beginnt alles mit einem lebhaften Auftakt aus Zitrone, Bergamotte, Orangenschale, Mandarine, Gewürznelke und Koriander. Gewürze und Zitrusfrüchte weichen anschließend einer floralen Entfaltung. Die Rose verbindet sich mit Maiglöckchen, Jasmin und Nelken. Die Pflaume verstärkt das Gourmandige des Ganzen. Während Pfeffer und Chili das Ganze kitzeln, umhüllt die Vanille diese Rezeptur schließlich mit einer süßen und sinnlichen Note. Opium klingt mit einem letzten holzigen Akkord aus.
Der historische Flakon von Opium
Nun fehlte nur noch ein Flakon für diesen Duft. Auch hier setzte Yves Saint-Laurent auf Originalität. Der allererste Flakon von Opium bestand aus rotem Nylon. Kunststoff stand damals auf dem Höhepunkt. Avantgardistisch verlieh er diesem Parfum einen echten Hauch von Modernität. Dieser sehr originelle Flakon besaß zudem ein transparentes Herz, durch das die Farbe eines amberfarbenen Duftes zu sehen war, glühend wie ein inneres Feuer.
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Ebenfalls komponiert von Jean-Louis Sieuzac
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