Zum Inhalt springen

Opium, ein Duft mit Charakter von Yves Saint Laurent: Yves Saint-Laurent ist ein Modeschöpfer, der hinter seinem schüchternen Auftreten stets gern von sich reden machte. Neben der Qualität seiner Kreationen war er ein glühender Verfechter des Skandals. So lösten mehrere seiner Düfte heftige Kontroversen aus, mal wegen ihrer Werbung, mal wegen ihres Namens.

Erscheinungsjahr
1977
Zielgruppe
Damen
Duftfamilie
Orientalisch
Konzentration
Eau de Parfum
EAN
3365440556300 (30 ml) · 3365440556348 (50 ml) · 3365440556263 (90 ml)

Veröffentlicht

Opium

Bezugsquellen

So verhielt es sich auch mit dem 1977 kreierten Parfum Opium, das bis heute zu den umstrittensten, zugleich aber auch zu den meistverehrten Düften der Geschichte zählt. Ein Blick auf diese Legende der Parfümerie, die man immer wieder neu entdecken mag.

Die Kontroverse um Opium

Opium ist ein schockierender Name für ein Parfum. Er bricht sofort Tabus, öffnet die Türen der Fantasie, aber auch die des Verbotenen. Yves Saint-Laurent erklärte, er habe Opium als Namen gewählt, weil er inständig gehofft habe, dass es mit all seinen glühenden Kräften die göttlichen Fluide, die magnetischen Wellen, die Herzensfänger und die Reize der Verführung freisetzen könne, die die verrückte Liebe entstehen ließen. Wie auch immer: Der Duft blieb nicht unbemerkt und sorgte zugleich für enormes Aufsehen und für eine riesige Anhängerschaft. Er war der erste Duft, der es wagte, offen auf Drogen anzuspielen. Opium ist für sich genommen eine Revolution, die es wagte, die Themen Sex, Grenzüberschreitung und Verbotenes aufzugreifen. Für die einen höchste Verzauberung, für die anderen völlig überzogen – einige Länder hielten es bei seiner Markteinführung sogar für angebracht, ihn zu verbieten. Und doch sorgten all diese Kontroversen nur dafür, dass noch mehr über ihn gesprochen wurde. Kaum einen Monat nach seiner Lancierung war das Parfum Opium bei allen europäischen Händlern ausverkauft. Zudem wurde er ab 1986 von einem unmissverständlichen Slogan begleitet: „Opium, ein Parfum der Abhängigkeit“. Heute, weit entfernt von den Turbulenzen von einst, bleibt Opium ein außergewöhnlicher Duft von unerreichter Anziehungskraft. Seine suchterzeugende Wirkung ist so groß, dass sie seine Bekanntheit bis in die Gegenwart bewahrt hat.

Der berauschende und würzige Duft von Yves Saint-Laurent

Zwei Parfumeure stehen hinter der Entwicklung dieses Duftes: Jean-Louis Sieuzac und Raymond Chaillan. Gemeinsam schufen sie eine komplexe Komposition, die monatelange Arbeit und zahlreiche Versuche erforderte. Opium beginnt mit einem frischen Zitrusfrüchte-Auftakt, der italienische Mandarine, Zitrone, Orangenschale und Bergamotte verbindet. Hinzu kommen mehrere Gewürze, unter denen Gewürznelke und Koriander deutlich dominieren. Danach entfaltet sich ein ausgesprochen blumiges Herz. Es verbindet Rose, Maiglöckchen und Nelke. Die Pflaume bereichert diese Essenz mit ihrer frechen und saftigen Facette. Die Basis von Opium schließlich ist erstaunlich kraftvoll. Sie verbindet Pfeffer und Chili mit der Cremigkeit von Vanille und Siam-Benzoe. Patchouli, Zeder und Vetiver bringen hier mehr Geheimnis ein, während Opium eine cremige Sillage aus Sandelholz hinterlässt. Seine Animalik verdankt er dem Castoreum. So wird Opium zu einem Duft, der vollkommen mit der Haut verschmilzt.

Duftpyramide

  1. KopfnotenDie ersten Minuten
  2. HerznotenDas Herz des Parfums
  3. BasisnotenWas bleibt

Was die Kritik sagt

Opium von Yves Saint-Laurent ist weit mehr als ein gewöhnlicher Damenduft. Er ist eine echte Legende der Parfümerie. Er gilt als skandalös sinnlich, trägt einen sehr vielsagenden Namen und lädt Frauen seit nunmehr sehr vielen Jahren dazu ein, sich von Konventionen zu befreien. Opium kam 1977 auf den Markt. Seitdem ist sein Erfolg nie abgerissen, sodass er sogar Black Opium hervorgebracht hat, eine zeitgemäßere Edition. Von manchen wegen seiner Anspielung auf Verbotenes kritisiert, wird er von vielen anderen Frauen verehrt. Worauf beruhen eine solche Bekanntheit und eine so lange Lebensdauer? Es folgt die Bewertung des Damendufts Opium von Yves Saint-Laurent.

Lesen, was die Kritik sagt

Teilen Sie Ihre Eindrücke

Ihre Eindrücke mit einem Klick. Kein Konto nötig.

Haltbarkeit
Sillage
Jahreszeit
Anlass
Erinnert an

Ein Konto erstellen, um Ihre Stimmen zu behalten und Ihr Notizbuch wiederzufinden.

Die Werbekampagne

1977 geht „Opium“ ebenso in die Legende der Parfums ein wie „N° 5“ oder „Shalimar“. Mit seinem Namen und seiner anrüchigen Werbung wird der Duft von Yves Saint Laurent als Aufforderung zur Ausschweifung beschrieben. Die Yves-Saint-Laurent-Frau ist hier nicht nur sinnlich, sondern vor allem provokant. Tatsächlich provoziert der Modeschöpfer seit seinen Anfängen gern, insbesondere das Bürgertum, das er nach eigenen Worten verabscheue. Zugleich ausgesprochen feminin und raffiniert, hat „Opium“ etwas Unerwartetes. Um ihn zu verkörpern, brauchte es daher ein ebenbürtiges Gesicht der Kampagne.

Emily Brunt, süchtig nach Opium von Yves Saint Laurent

Emily Brunt wurde 1983 in London geboren. Bekannt wurde sie durch Filme wie „My summer of Love“ und vor allem „Der Teufel trägt Prada“. Mit „Opium“ ist Emily Brunt zum ersten Mal Gesicht eines Duftes. Auf die Frage, was sie von dem Parfum halte, erklärt sie, es sei ein Duft des Skandals und des Tabus zugleich. Er richte sich an eine sehr feminine und mystische Frau, den Typ Frau, den sie liebe. Sie sei kein Girly-Mädchen, sie möge betörende würzige Düfte. Sie erinnere sich an ihre Mutter, die abends nie ohne einen Sprühstoß Opium ausgegangen sei … Weiter sagt sie, es sei für sie außergewöhnlich, mit Yves Saint Laurent zu arbeiten. Sie bewundere das Haus Saint Laurent seit vielen Jahren und habe großen Respekt vor dem, was es tue. Dieses neue Kapitel von Yves Saint Laurent zu verkörpern, sei ungeheuer aufregend.

Ein anrüchiger Werbespot für das Parfum Opium

Seit 1977 sorgt Yves Saint Laurent mit seinen Werbespots immer wieder für Skandale. Hier wünschte sich die Marke nach eigenen Angaben eine ungestüme, beinahe leichtsinnige Frau mit magnetischer Verführungskraft, der nichts und niemand widerstehen könne. In diesem Werbespot erscheint Emily Brunt strahlend und verhängnisvoll. Sie trägt eine schwere goldene Halskette und ist in ein schwarzes Kostüm gekleidet. Ihr Dekolleté ist schwindelerregend. Glühend legt sich die wunderschöne Emily Brunt anschließend auf ein prachtvolles Sofa, wie die Königin von Saba. Die sinnliche Emily Brunt und das ikonische schwarze Kostüm knüpfen an die schicke Couture-Seite der Marke YSL an. Diese wollte zudem Modernität und Tradition, urbane Mode und orientalische Genüsse gegenüberstellen. Mit seinen betörenden Inhaltsstoffen ist „Opium“ nicht zuletzt Zeugnis einer schillernden Leidenschaft für den Orient.

Um diesen Duft des Skandals zu verkörpern, brauchte es eine Femme fatale wie Emily Brunt. Verführerisch und betörend führt die Schöne bis zu ihrem Sofa, wo ihr Parfum auf sie wartet. Betörend und anziehend ist der Werbespot ebenso wie der Duft. Ein weiterer Erfolg für den großen YSL.