Zum Inhalt springen
Ô de Lancôme
Lancôme

Bewertungen

Ô de Lancôme

Veröffentlicht

Ô de Lancôme erscheint 1969, kreiert von Robert Gonnon, Parfumeur bei Firmenich. Lancôme wollte ein klares Eau de Toilette, ebenso belebend wie die Colognes der Herren, ohne etwas von seiner Weiblichkeit preiszugeben. Zitrone, Bergamotte und Mandarine eröffnen die Komposition, Basilikum und Rosmarin verleihen ihr Grün, Eichenmoos gibt ihr die Chypre-Basis. Hinter der Fassade eines frischen Wassers verbirgt sich ein grüner Chypre, von dem eine ganze Reihe von Damendüften der 1970er-Jahre abstammt.

Ô de Lancôme ist ein Chypre, der sich als Cologne ausgibt. Wer ihn allein wegen seiner Zitrusfrische wählt, greift zum falschen Parfum: Es dominieren das Eichenmoos, das bittere Grün und eine erdige Note. Ein Sommerduft für Liebhaber von Chypres, kein neutrales Wasser.

Was die Kritik sagt

Was man erwartet, was man findet

Das Werbebild verkaufte lange ein klares Wasser, grüne Wasserreflexe, Mädchen in weißen Badeanzügen. Die Komposition ist ernsthafter. Ihre Zitrusfrische ist lebhaft, aber kurz, und der Rest gehört zum Chypre.

Die Kritiker sind sich über seinen Wert uneinig

Die französische Kritik halte ihn für einen Klassiker, zu dem man zurückkehre, einzigartig durch seine erdige Note. Die amerikanische Kritik zeigt sich verhaltener: Sie finde ihn nach dem Auftakt flach und weniger überzeugend als Eau de Guerlain oder Cristalle.

Für wen er sich eignet

Er eignet sich für alle, die die grünen Chypres der 1970er-Jahre schätzen und eine klare, sommertaugliche Interpretation des Genres suchen. Weniger passt er zu jenen, die ein einfaches Zitruswasser ohne Hintergrund erwarten.