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Chanel

N°22

Das Parfum N 22 von Chanel: Die Kollektion Les Exclusifs des Hauses Chanel stellt nicht nur die herausragenden Kreationen von Jacques Polge in den Vordergrund, sie ermöglicht auch die Wiederentdeckung olfaktorischer Schätze, die unter der Ägide von Gabrielle Chanel selbst und von Ernest Beaux entstanden, dem berühmten Schöpfer von N 5 aus dem Jahr 1921.

Marke
Chanel
Erscheinungsjahr
1922
Parfumeur
Zielgruppe
Unisex
Duftfamilie
Blumig
Nebenfamilie
Aldehydisch
Konzentration
Eau de Parfum
N°22

Bezugsquellen

N°22 könnte sogar als einer seiner engsten Verwandten gelten, so eng sind seine Ursprünge mit der Entstehung von N°5 verbunden. Doch N°22 ist keineswegs eine blasse Kopie des legendären Parfums.

Die Begegnung von Gabrielle Chanel und Ernest Beaux als Begegnung von n°22 und N°5

Das Haus Chanel ist ohne sein berühmtes und allererstes Parfum N°5 kaum vorstellbar. Fast gerät in Vergessenheit, dass dieses legendäre Parfum, ein Unsterblicher der Parfümerie, bald 100 Jahre alt wird. N°5 ist eines der von Ernest Beaux komponierten Muster, das Gabrielle Chanel auswählte und das dem jungen Parfumhaus Chanel internationale Bekanntheit verschaffte; dabei wären all die anderen Fläschchen, die sie beiseitelegte, um allein N°5 zu behalten, zu Unrecht vergessen.

Ein Jahr später entschied sich Gabrielle Chanel, das Fläschchen N°22 herauszubringen, das noch stärker als N°5 eine absolute Weiblichkeit von göttlicher Kraft verströmte. N°22 gilt demnach als Cousin von N°5, da es derselben Inspiration entsprungen sein soll; doch weit davon entfernt, das zu sein, was man heute einen Flanker oder eine bloße Variante nennen würde, ist N°22 wohl noch spritziger als N°5 – zugleich aber auch weniger universell.

Gabrielle Chanel gab offen zu, N°22 lieber zu tragen als N°5, da sie an N°22 die sanften, pudrigen Schwaden den traditionelleren Akkorden von N°5 vorzog. Dennoch zog lange Zeit N°5 die Aufmerksamkeit auf sich und ließ das schöne, sinnliche N°22 bis zu seiner Aufnahme in die Kollektion Les Exclusifs in Vergessenheit geraten.

N°22 oder die Schönheit der Verbindung von Aldehyden, Tuberose und holzigen Noten

Ernest Beaux komponierte N°22 wie N°5 mit kraftvollen Aldehyden, die um die Blüten und holzigen Noten eine Symphonie der Düfte bilden. Denn N°22 gehörte zu den Mustern, die Ernest Beaux Gabrielle Chanel für N°5 vorlegte. Ihre Rohstoffe sind daher naturgemäß recht ähnlich, nur die Dosierung unterscheidet sich deutlich, insbesondere bei der schönen Tuberose von N°22.

N°22 eröffnet mit einer prickelnden Note aus Aldehyden, die auf die Sanftheit von Jasmin treffen. Im Herzen entfaltet die Tuberose ihre opulente, süße und honigartige Pracht und bringt eine Fülle strahlender weißer Blüten aus Ylang-Ylang, Maiglöckchen, Orangenblüte und Flieder hervor. Diese blumigen Noten sind besonders cremig und erinnern an den zarten Duft der Kosmetik vergangener Zeiten. In der Tiefe von N°22 sorgen schließlich Vanille, Vetiver und Weihrauch für eine sinnliche Verwirrung, die jeden betört, der noch zu widerstehen versucht.

Laut Marie-France sei N°22 eine Symphonie schöner Blüten, in der sich die Tuberose mit Anmut und Eleganz entfalte; sanft und pudrig greife dieses Parfum die Signatur der von Chanel mit Aldehyden inszenierten Weiblichkeit auf – so das Magazin über N°22 von Chanel.

Duftpyramide

  1. KopfnotenDie ersten Minuten
  2. HerznotenDas Herz des Parfums
  3. BasisnotenWas bleibt

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