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Christian Dior

La Colle Noire

La Colle Noire wurde 2016 in La Collection Privée Christian Dior lanciert und trägt den Namen des Schlosses, das Christian Dior Anfang der 1950er-Jahre im Pays de Fayence nahe Grasse erwarb. François Demachy baut den Duft auf der Mairose auf; das Haus beschreibt heute eine fleischige, stechende Rose, verknüpft mit Gewürzen und Hölzern auf einer Basis aus Patchouli.

Erscheinungsjahr
2016
Zielgruppe
Unisex
Duftfamilie
Blumig
Nebenfamilien
Chypre Holzig
Konzentration
Eau de Parfum
La Colle Noire

Bezugsquellen

Christian Dior lanciert La Colle Noire laut Now Smell This im Frühjahr 2016 in La Collection Privée, nach Fève Délicieuse aus dem Jahr 2015. François Demachy, damals Parfumeur-Créateur von Dior, baut die Komposition auf einem Absolue der Rose Centifolia auf, der im Gebiet um Grasse geernteten Mairose.

Ein Anwesen im Pays de Fayence

Das Parfum entlehnt seinen Namen dem Schloss von Montauroux im Pays de Fayence, das Christian Dior nach Angaben des Hauses 1951 erwarb; Isabelle Cerboneschi datiert die Urkunde für ALL-I-C auf den 25. Oktober 1950. Der Couturier habe dort, so schreibt sie, Mairosen, Jasmin, Lavandin und Olivenbäume angebaut.

Der Name geht auf die Geländeform zurück: „Colle“ bezeichne in der örtlichen Mundart den Hügel, erklärt Isabelle Cerboneschi, während Jeanne Doré für Auparfum das Schwarz auf die dunklen Bäume gegenüber dem Schloss bezieht. Der Architekt Andreï Svetchine leitet die Restaurierung, mit der ihn der Couturier 1955 beauftragt.

Der Rückzugsort des Couturiers

Christian Dior habe daraus sein eigentliches Zuhause machen wollen, einen Rückzugsort, an dem er den Couturier vergessen und wieder einfach Christian sein könne, schreibt er in Christian Dior et moi, erschienen 1956. Er stirbt am 23. Oktober 1957, und das Anwesen wird kurz nach seinem Tod verkauft.

Parfums Christian Dior kauft das Schloss 2013 zurück und restauriert es. François Demachy erzählt Isabelle Cerboneschi, er habe darauf bestanden, dort wieder Rosen Centifolia zu pflanzen – Ausgangspunkt eines Parfums, das eher eine Atmosphäre als ein Gebäude übersetzen solle.

Die Rose aus Grasse

Bei der Markteinführung sagt Demachy, er feiere eine Mairose, verbunden mit Gewürzen, Hölzern, Amber und Moschus: eine einzigartige Rose aus Grasse, würzig und kraftvoll, ohne übermäßigen Zucker. Jeanne Doré merkt an, das Haus wolle die Komposition „solar, und nicht süßlich“.

Isabelle Cerboneschi berichtet, Demachy habe das Haus an zwei von Frauen geführte Betriebe bei Grasse gebunden, die Domaine de Manon und den Clos de Callian, um sich Mairose und Jasmin von hoher Qualität zu sichern.

Die heutige Darstellung

Dior ordnet La Colle Noire heute den Chypre-Düften seiner Kollektion zu, unter der Bezeichnung Unisex-Eau de Parfum mit blumigen Noten. Das Haus sieht darin ein Eintauchen in die Gärten des Schlosses, das Porträt eines Ortes und seiner Blume.

Die amerikanische Seite des Hauses beschreibt Christian Dior als Rosenliebhaber, der in La Colle Noire ein Paradies aus Rosenstöcken geschaffen habe, das ihn an den Garten seiner Kindheit in Granville erinnert habe – ein Rückzugsort fern der Pariser Hektik.

Duftpyramide

  1. KopfnotenDie ersten Minuten
  2. HerznotenDas Herz des Parfums
  3. BasisnotenWas bleibt

Was die Kritik sagt

Portia (Australian Perfume Junkies) nimmt darin eine Aquarell-Rose wahr, maßvoll und zurückhaltend; Isabelle Cerboneschi (ALL-I-C) eine reine, frische Rose ohne jede Sirupschwere.

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