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Jazz
Yves Saint Laurent

Komposition

Jazz

Veröffentlicht

Jazz, ein duftender Rhythmus von Yves Saint Laurent: 1961 gründete Yves Saint Laurent mit Unterstützung seines Freundes Pierre Bergé sein Modehaus.

„Jazz“ erschien 1988 und ist der olfaktorische Ausdruck einer äußerst rhythmischen Musik. Da der Jazz eine ganz besondere Musikrichtung ist, steht er hier für einen einzigartigen Schwung, der nicht nur fröhlich ist, sondern die Seele tief berührt, wie es der Jazz in der Vergangenheit tat. Der Anfang des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten entstandene Jazz trägt die Vermischung verschiedener amerikanischer Kulturen in sich. „Jazz“ drückt so das Paradoxon dieses Musikstils aus und bietet überraschende Kontraste. Die Komposition von „Jazz“ stammt von Jean-François Latty und wird als holzig-aromatisch beschrieben.

Jean-François Latty spielt olfaktorischen Jazz

Yves Saint Laurent wählte den Parfumeur Jean-François Latty, um seinen so ungewöhnlichen Duft zu kreieren. Der in Grasse geborene Jean-François Latty wuchs schon früh in der Welt der Düfte auf. Er besuchte die Parfümerieschule von Roure und wurde nach seinem Abschluss von einer ihrer Tochtergesellschaften eingestellt. 1970 trat er in das Unternehmen IFF (International Flavors & Fragrances) ein, wo er bis 1987 blieb. Anschließend gründete er sein eigenes Unternehmen „JFL Créations“, spezialisiert auf die Kreation von Parfums und den Handel mit natürlichen Rohstoffen. Jean-François Latty ist zudem der offizielle Parfumeur der Marke Théo Cabanel. Er schuf zahlreiche Kreationen, etwa „L’Eau Dynamisante“ von Clarins oder „Alahine“ von Théo Cabanel.

Jazz, Duftnoten voller Kontraste

Jean-François Latty schuf den Duft „Jazz“ wie ein Jazzstück: Die Partitur beginnt sanft und sensibel und steigert sich nach und nach an Intensität, um in einem glanzvollen Finale zu enden. „Jazz“ beginnt mit aromatischen Noten, nämlich Beifuß, Sternanis, Lavendel und Wacholderbeeren, das Ganze betont durch einen Hauch Koriander. Beifuß ist eine krautige Pflanze, die in Regionen mit gemäßigtem Klima wild wächst. Der Legende nach verdankt der Beifuß seinen Namen der griechischen Göttin Artemis, der Tochter des Zeus. Beifuß ist seit sehr langer Zeit für seine zahlreichen Heilwirkungen bekannt. Zwar hat Beifuß sehr hohe Stängel (zwischen 40 cm und 1,20 m), berühmt ist er jedoch vor allem für seinen sehr ausgeprägten Geruch. In der Parfümerie verströmt Beifuß krautige und bittere Nuancen. Das Herz von „Jazz“ ist eher feminin, was bei einem Herrenduft recht selten ist. Es vereint Geranie, Rose und Nelke, kontrastiert mit Zimt, einem süßlichen Gewürz. Die Geranie stammt aus Südafrika, ihr Name leitet sich vom griechischen „géranos“ ab, was „Kranich“ bedeutet, wegen der Form des Samens. Ursprünglich gab es etwa 400 Geraniensorten, doch Gärtner haben zahlreiche Hybride gezüchtet. In der Parfümerie verströmt die Geranie zugleich würzige, mentholartige und rosige Nuancen. Die Basis von „Jazz“ schließlich ist holzig, vor allem aber kraftvoll und glühend. Sie vereint Sandelholz, Vetiver, Eichenmoos sowie Patchouli und hinterlässt eine atemberaubende, ausgesprochen männliche Duftspur. Der Flakon von „Jazz“ ist heute derjenige der „Collection des Parfums Classiques“ von YSL und hat die Form eines schlichten Glaswürfels. Das schwarze Etikett in der Lieblingsfarbe von Yves Saint Laurent umschließt ihn wie ein Gürtel und kontrastiert mit der Transparenz des Glases … Ein kleines Juwel!

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