Blumig
Balmain
Balmain: Ein talentierter Modeschöpfer und eine weibliche Nase für große Parfums
Balmain, herausragender Couturier der Nachkriegszeit, ist von den Anfängen seines Haute-Couture-Hauses an eine Symbolfigur der Pariser Mode. Ungewöhnlich für seine Zeit, schuf er parallel zu seinen berühmten Kreationen auch Parfums und umgab sich dabei mit großen Schöpfern wie der bekannten Germaine Cellier.
Parfums von Balmain
Blumig
Blumig
Holzig
Blumig
Zitrisch
Chypre
Orientalisch
Blumig
Holzig
OrientalischNach seinem Tod in den 80er-Jahren brauchten die Balmain-Parfums lange, um neuen Schwung zu finden, und stützten sich vor allem auf große Klassiker wie „Vent Vert“ oder „Monsieur Balmain“. Bis zur Wiedergeburt im neuen Jahrtausend...
Das Duo aus dem Couturier Pierre Balmain und der Nase Germaine Cellier
Die Begeisterung der Damen der Nachkriegszeit für den „Jolie Madame“-Stil von Pierre Balmain war so groß, dass sich mit der Eröffnung seines Modehauses 1945 zahlreiche Erfolge einstellten. Zumal Pierre Balmain den genialen Einfall hatte, als einer der ersten Couturiers zugleich in die Mode und in die Parfümerie einzusteigen – eine damals revolutionäre Idee.
Um den Duftkreationen des Hauses Balmain zum Erfolg zu verhelfen, arbeitete der Modeschöpfer von seinen Anfängen in der Parfümerie an mit Germaine Cellier zusammen, einer Parfumeurin von außergewöhnlicher Begabung und vielseitigem Talent. Auch hier traf Pierre Balmain mit der Wahl einer weiblichen Nase eine kühne, für die damalige Zeit ebenfalls ungewöhnliche Entscheidung… Die Zusammenarbeit war rasch von Erfolg gekrönt, mit der Schöpfung des schönen blumig-pudrigen „Élysées 64-83“ im Jahr 1946, das die Parfumeurin als Duft des Nerzes erdacht hatte.
1947 schufen Germaine Cellier und Pierre Balmain dann das schöne und originelle „Vent-Vert“, einen blumigen und fruchtigen Hauch mit einer Überdosierung von Galbanum, der die Geschichte des Hauses Balmain ebenso prägen sollte wie die Geschichte der Parfümerie, als innovativer und leichter Duft, erdacht für das Segeln und das Meer.
Aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit gingen weitere große Parfums hervor, etwa der schöne und elegante ledrige Chypre „Jolie Madame“ von 1953 oder der explosive und elegante zitrisch-aromatische „Monsieur Balmain“ sowie „Miss Balmain“ im Jahr 1967. Jedes Parfum entspricht dem unnachahmlichen Stil der Balmain-Kreationen, der als schmeichelhaft, von erwarteter Eleganz und als erste Stufe der Verführung beschrieben wird.
Die Erneuerung der Balmain-Parfums
Der ehrwürdige Gründer und Wegbereiter einer ultrafemininen und glamourösen Mode, Pierre Balmain, starb 1982. Auch wenn das Haus Balmain seinen Gründer betrauert, hört es nicht auf, den Frauen stets die richtige Silhouette für den richtigen Moment zu bieten, wie Pierre Balmain es formulierte, und umgibt sich dafür mit renommierten Modeschöpfern.
In der Parfümerie kam die Erneuerung des Hauses Balmain 2006 mit der Lancierung von „Ambre gris“, einem schönen animalischen und aromatischen Orientalischen, gewidmet dem heute berühmten, verschwundenen Rohstoff mit dem treffenden Beinamen „schwimmendes Gold“ – natürlich der Ambra. 2012 erlebte dann unter der Ägide von Olivier Rousteing der 1979 lancierte (aber bereits 1931 kreierte…) Kultduft „Ivoire“ eine Wiedergeburt, von den Parfumeuren Michel Almairac und Jacques Flori für das neue Jahrtausend modernisiert.
„Ivoire“ verkörpert die feine Verbindung zwischen einer geschichtsträchtigen Vergangenheit und der ständigen Suche nach Originalität: Olivier Rousteing zufolge sei dieses Ivoire 2012 die vollkommene Übersetzung der heutigen Balmain-Frau, mit diesem Erbe, diesem Hauch Nostalgie und dieser bemerkenswerten Modernität.
Im Geist dieses feinen Gleichgewichts zwischen olfaktorischer Tradition und ausgeprägter Modernität erschien 2014 „Extatic“. Extatic sei die olfaktorische Metapher der Balmain-Frau: Leichtigkeit des Seins und ausgeprägter Charakter – eine feine Mischung, die durch einen kunstvollen Cocktail aus Blüten und Orient in Duft übersetzt wird. Die Erneuerung des Hauses „Balmain“ ist nun genäht...