Orientalisch
Muskatellersalbei
Gärten und die Natur im Allgemeinen sind für Parfumeure eine nahezu unerschöpfliche Quelle der Kreativität. Sie lassen sich von den Gerüchen ihrer Umgebung inspirieren und übertragen sie in immer ausgefeiltere Parfums. Zudem erweitern technische Fortschritte das Feld des Möglichen nahezu grenzenlos. Unter den in der Welt der Parfums häufig verwendeten Pflanzen findet sich der Muskatellersalbei in zahlreichen Kompositionen.
Was ist Muskatellersalbei?
Der Muskatellersalbei ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler, die aus Südeuropa und Westasien stammt. Die stark duftende und behaarte Pflanze wird in der Natur 40 cm bis 1 m hoch, kann im Anbau jedoch etwa 1,60 m erreichen. Sie besitzt kräftige Stängel, deren oberer Teil Drüsenhaare mit ätherischem Öl trägt. Ihre Blätter sind groß und oval, ihre Blüten etwa 3 cm lang. Diese weisen 13 Nerven, dornige Zähne sowie eine weiße Unterlippe auf. Die Farbe des Muskatellersalbeis reicht von Hellblau bis Flieder, die Blütezeit liegt im Juni. Die Pflanze wird in gemäßigten Ländern weithin angebaut und dient gleichermaßen als Zier- wie als Heilpflanze. Ihre Blätter besitzen schmerzlindernde, entzündungshemmende, antioxidative, antimikrobielle und zytotoxische Eigenschaften. Zudem ist Muskatellersalbei reich an Omega-3-Fettsäuren. Seine Blätter können außerdem frisch oder getrocknet zum Würzen von Fleischgerichten verwendet werden. In Deutschland wurde Muskatellersalbei früher zum Aromatisieren von Wein verwendet, um ihm einen moschusartigen Geschmack zu verleihen. In England diente er dagegen als Hopfenersatz beim Bierbrauen. Muskatellersalbei ist zudem seit der Vorgeschichte bekannt. Einer chinesischen Legende zufolge blühe Salbei nur in den Gärten jener Haushalte, in denen die Frau als gute Hausherrin regiere…
Der Duft des Muskatellersalbeis
Heute wird Muskatellersalbei vor allem wegen seines Duftes verwendet. Er wird in zahlreichen Ländern angebaut und von vielen Parfumeuren geschätzt. Sein Duft wird durch Wasserdampfdestillation der Pflanze gewonnen. Um ein Concrète und ein Absolue zu erhalten, empfiehlt sich jedoch die Extraktion mit flüchtigen Lösungsmitteln. Das Concrète des Muskatellersalbeis enthält einen höheren Anteil an Sclareol und dient als Ausgangsstoff für die synthetische Herstellung von Ambrox. Muskatellersalbei liefert so ein Absolue mit Chypre-Duft. Dieses wird häufig in orientalischen Parfums oder in Düften der Fougère-Familie eingesetzt. Zudem ist es ein ausgezeichneter Fixateur und verlängert die Haltbarkeit der Parfums, die es enthalten, erheblich.
Muskatellersalbei ist aus der Parfümerie nicht wegzudenken. Er findet sich in zahlreichen olfaktorischen Klassikern wie Aromatics Elixir von Clinique, Armani Code Ice, Antaeus von Chanel oder Bel Ami von Hermès.
Steckbrief
- Lateinischer Name : Salvia Sclarea
- Herkunft : Plante
- Land : RU
- Verwendeter Teil : Fleurs et Tiges
- Typ : Naturel
Parfums mit der Note Muskatellersalbei
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Blumig
Fougère
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Holzig
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Holzig
Zitrisch
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