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Sandelholz

Als Sandelholz werden die Hölzer von Bäumen aus der Familie der Sandelholzgewächse bezeichnet. Der Sandelholzbaum ist ein immergrünes Gehölz aus Asien. Das Öl wird aus der gelben Rinde des Baumes gewonnen. Sandelholz ist seit 4 000 Jahren bekannt. Im alten Ägypten diente es zur Einbalsamierung von Mumien. Auch die Muslime Indiens verwendeten es bei Bestattungszeremonien: Sie verbrannten Sandelholz, damit die Seele des Verstorbenen emporsteigen könne. Heute stammt Sandelholz überwiegend aus Indien, einige Sorten kommen jedoch aus Australien, Hawaii oder Sri Lanka. Sandelholz wird zunehmend seltener und damit immer teurer.

Majestätisches Sandelholz

Sandelholz verströmt einen holzigen, samtigen, warmen, sinnlichen, mitunter leicht animalischen Duft. Sein Geruch ist schlicht betörend. Sandelholz besitzt wenig olfaktorische Kraft, aber eine besonders ausgeprägte Haltbarkeit. Es hat die Eigenschaft, die olfaktorische Kraft eines Parfums zu verstärken … Für Parfumeure ist Sandelholz eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Es wird vor allem in Herrendüften verwendet, findet seit Kurzem jedoch behutsam auch Eingang in Damendüfte. Einer der größten Erfolge ist das von Jean-Paul Guerlain geschaffene Parfum „Samsara“. Erstmals wurde so viel Sandelholz in ein Parfum eingearbeitet, für die damalige Zeit sehr gewagt. Das Ergebnis ist ein echter Erfolg … Ylang-Ylang, Jasmin und Iris verleihen dem Sandelholz die Vorstellung ferner Länder, vielleicht die Begegnung von Orient und Okzident. Samsara ist und bleibt ein Vorbild vollkommener weiblicher Harmonie.

Sandelholz in Parfums: Akkorde ohne Ende

Sandelholz verströmt einen holzigen, aber äußerst weichen Duft. Deshalb verbindet es sich hervorragend mit vielen Duftstoffen. Die sinnliche und zugleich gourmande Seite des Sandelholzes harmoniert sehr gut mit Rose, Ylang-Ylang, Jasmin, Maiglöckchen, Zimt, Vanille, Moschus, Vetiver, Tonkabohne oder Zitrusfrüchten. Zu den schönsten Verbindungen zählt „Mon parfum“ von Paloma Picasso. Das Sandelholz in den Basisnoten ist geschickt mit Ylang-Ylang, Jasmin, Patchouli und Hyazinthe in den Herznoten kombiniert. Die blumigen Noten sind majestätisch wie das Sandelholz. Dieses Parfum ist eine revolutionäre Schönheit oder „wie man sich noch weiblicher fühlt“ … Es ist nicht die einzige Kreation, in der die Magie der Blüten auf die Weichheit des Sandelholzes trifft. Eine weitere sehr schöne Verbindung mit Sandelholz in der Basis ist „1000“ von Jean Patou. In den Herznoten finden sich Veilchen und Jasmin. In den Basisnoten finden sich Bergamotte, Koriander, Osmanthus und Eukalyptus. Dieses Parfum ist durch all diese Duftstoffe intensiv, zugleich kühn in seinem Reichtum und seiner Vielzahl kostbarer Essenzen.

Sandelholz gilt als kostbares, reiches und schönes Holz. Mit der Antike und dem Leben verbunden, trägt es zahlreiche Symbole. Oft als Basisnote eingesetzt, war Sandelholz anfangs ein Herrenduftstoff. Seit den 1990er-Jahren haben Kreateure es auch in Damendüften eingesetzt, mit großem Erfolg. Es begleitet sehr schön kupferartige, holzige und pudrige Noten oder auch blumige Kopfnoten. Für Kreateure ist Sandelholz eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Santalum album ou spicatum
  • Herkunft : Arbre
  • Land : AU
  • Verwendeter Teil : Bois
  • Typ : Naturel

Parfums mit der Note Sandelholz

Blumig

Calvin Klein

Reveal

Bergamotte · Rosa Beeren · Bitterorange