Blumig
Birne
Zahlreiche Parfums enthalten heute ausgesprochen appetitliche Duftnoten. Die Begeisterung für gourmandige Düfte setzte 1992 mit Angel von Thierry Mugler ein. Doch auch wenn Frauen inzwischen von Essenzen erobert sind, die an Süßigkeiten erinnern, schätzen sie ebenso fruchtige, saftige Düfte, schlicht voller Sonne und Vitamine. Im Mittelpunkt steht die Birne, eine der Starfrüchte der Parfümerie.
Die Ursprünge der Birne
Die Birne ist die Frucht des Birnbaums, eines Baums aus der Familie der Rosengewächse. Er stammt aus Kleinasien, und die Birne wächst bevorzugt in gemäßigten Höhenlagen. Diese essbare Kernobstfrucht hat einen milden, süßen Geschmack und ist weit verbreitet. Heute gibt es mehr als 2000 Sorten, wichtigstes Erzeugerland ist China. In Frankreich ist die Birne das am fünfthäufigsten verzehrte Obst. Mit ihrer charakteristisch länglichen, zur Basis hin bauchigen Form ist die Birne meist grün, gelb oder rot. Die alte Sorte der Worcester-Birne war jedoch schwarz. Die englische Grafschaft Worcestershire führt seit April 2013 drei schwarze Birnen in ihrer offiziellen Flagge. Die 2000 Sorten dieser Frucht dienen unterschiedlichen Zwecken: Manche sind Tafelbirnen zum Rohverzehr, andere Koch- oder Mostbirnen. Zudem sind Birnen zu jeder Jahreszeit erhältlich. Abgesehen vom Geschmack ist die Birne auch in der französischen Alltagssprache sehr präsent und taucht in zahlreichen Redewendungen auf: jemanden für einen Dummkopf halten, einen Notgroschen zurücklegen, jemanden bittere Pillen schlucken lassen, ein Weichling, ein gutmütiger Trottel, sich auf halbem Weg einigen … Doch wie sieht es in der Parfümerie aus?
Die Birne in der Parfümerie
Trotz ihrer vielen Vorzüge ist die Birne jedoch alles andere als ein leicht zu verarbeitender Rohstoff in der Parfümerie. Die meisten fruchtigen Noten lassen sich nur besonders schwer gewinnen. Zudem lässt sich ätherisches Birnenöl nicht auf natürlichem Weg herstellen, weshalb ihr Duft im Labor nachgebildet wird. Dafür verwenden Parfumeure eine Gruppe von Molekülen, die Ester oder Acetate genannt werden. So riecht etwa Hexylacetat nach Birne, während Allylacetoacetat nach Apfel riecht. Der so gewonnene Duft wird in der feinen Parfümerie besonders häufig eingesetzt und eignet sich für Herrendüfte ebenso wie für Damendüfte.
Zahlreiche Parfums enthalten heute den Duft der Birne. So bezaubern Burberry Brit von Burberry, Armani Code Woman von Giorgio Armani, Hugo Deep Red von Hugo Boss und Petite Chérie von Annick Goutal mit ihrem ausgesprochen fruchtigen Duft.
Steckbrief
- Lateinischer Name : Pyrus communis
- Herkunft : Artificielle
- Typ : Reproduction
Parfums mit der Note Birne
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