Zum Inhalt springen

Kiefer

Fille en Aiguilles von Serge Lutens ist ein emblematischer Duft, der zugleich frisch und tröstlich sein will. Zudem spielt er mit Worten: Er ruft das Bild einer Frau in Stilettos hervor, die an einem Kaminfeuer sitzt, in dem Kiefernnadeln brennen. Die Kiefer ist ein Baum, der für seinen Geruch sehr geschätzt wird und in zahlreichen Parfums enthalten ist. Im Mittelpunkt steht daher dieser Nadelbaum mit seinem frisch-harzigen Duft.

Die Kiefer in der Natur

Die Kiefer ist ein Baum aus der Gattung Pinus und der Familie der Kieferngewächse. Heute zählt man mindestens 111 Arten. Es handelt sich um harzreiche Bäume mit nadelförmigen Blättern, die in Büscheln zu zwei bis fünf stehen. Die Kiefer gehört zu den bedeutendsten Nadelbäumen. In der Regel erreichen Kiefern eine beträchtliche Größe. Zudem zeichnet sich der Baum durch eine außergewöhnliche Langlebigkeit aus: Etwa ein Dutzend Arten können 1000 Jahre alt werden, 2 von ihnen sogar bis zu 5000 Jahre. Wie die meisten Pflanzen sind Kiefern photoautotrophe Organismen, das heißt, sie nutzen Sonnenlicht und Kohlendioxid zum Leben. Zudem verträgt der Baum Lichtmangel sehr schlecht. So benötigt er zwei- bis dreimal mehr Licht als eine gewöhnliche Tanne. Kiefern sind daher schattenintolerant. Trockenheit vertragen sie dagegen sehr gut, und sie können auch auf kargen Böden überleben.

Legenden um die Kiefer

Die Ursprünge der Kiefer und die Faszination, die dieser Baum mit seiner imposanten Gestalt ausübt, reichen weit zurück. In der griechischen Mythologie heißt es, die Nymphe Pythis, von Pan begehrt, sei ihm entkommen, indem sie sich in eine Schwarzkiefer verwandelte. Während die Sieger der Olympischen Spiele mit Lorbeer bekränzt wurden, erhielten die Sieger der Isthmischen Spiele von Korinth einen Kiefernkranz. Im Mittelalter galt die Kiefer als Baum der Erkenntnis und der Unsterblichkeit, was sich in zahlreichen Ritterromanen niederschlägt. Schließlich scheint die Kiefer eine wahre Inspirationsquelle für Dichter zu sein. Sie erscheint in einem Gedicht von Pierre Ronsard ebenso wie in dem berühmten „Pin des Landes“ von Théophile Gautier.

Die Kiefer und ihr harzig-holziger Duft

Für viele ruft die Kiefer den Geruch der Ferien hervor. Die in der Parfümerie hauptsächlich verwendeten Arten sind die Zirbelkiefer, die Sibirische Kiefer, die Strandkiefer und die Waldkiefer. Parfumeure destillieren dazu ihre Zweige oder Nadeln mit Wasserdampf. So erhalten sie ein besonders duftintensives ätherisches Öl. Seltener wird der Duft der Kiefer mit flüchtigen Lösungsmitteln extrahiert. Dieses Verfahren dient eher der Gewinnung von Concrètes oder Absolues.

Die Kiefer wird meist mit einem Herrenduft in Verbindung gebracht. So ist sie in den Parfums Moustache von Rochas, Saharienne von Yves Saint-Laurent und Brit For Men Winter 2010 von Burberry enthalten. Auch einige Unisex-Düfte enthalten sie, etwa Nuit Etoilée von Annick Goutal.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Pinus
  • Herkunft : Arbre
  • Land : HR
  • Verwendeter Teil : Aiguilles
  • Typ : Naturel

Parfums mit der Note Kiefer

Holzig

Moncler

Pour Homme

Grüne Note · Muskatellersalbei

Fougère

Lacoste

Red

Apfel · Zeder