Zum Inhalt springen

Orange

Die Orange ist die Frucht des Orangenbaums, eines Baums mehrerer Arten aus der Familie der Rautengewächse. Der Orangenbaum stammt ursprünglich aus China. Man vermutet, dass die Orange eine Hybride ist und aus einer Kreuzung zwischen Mandarine und Grapefruit hervorging. Heute sind Brasilien, Mexiko, die Vereinigten Staaten, Indien, Spanien und Ägypten die wichtigsten Orangenproduzenten. Die Orange hat saftiges Fruchtfleisch, das durch eine dünne Haut in Spalten unterteilt ist. Lange Zeit war die Orange ein seltenes Produkt, das man nur zu Weihnachten aß. Das Süßorangenöl wird durch Kaltpressung der Fruchtschalen gewonnen.

Die Orange, ein säuerlicher Bonbonduft

Die Orange verströmt einen süßen, frischen, sehr säuerlichen Geruch. Wie ihre Duftfamilie „Zitrisch“ verleiht die Orange Kompositionen fröhliche, heitere, strahlende und überaus spritzige Düfte. Die Noten der Orange sind frisch und leicht. Es handelt sich jedoch um flüchtige Noten, die nicht lange auf der Haut halten. Deshalb werden sie mit kräftigeren Noten kombiniert, etwa mit animalischen Noten, die als hervorragende Fixateure gelten. Aus diesem Grund findet man Orangennoten vor allem in den Kopfnoten und häufig in blumigen Parfums, wie in „Le Paradis de Nina“ von Nina Ricci. Hier ist die Orange mit Mandarine (in den Kopfnoten) kombiniert, was den spritzigen und süßen Charakter betont. Dieses Parfum im apfelförmigen Flakon ist eine Einladung in zeitgenössische Märchen. Ein Parfum, das magische und überaus spritzige Akkorde verströmt.

Die Kombination der Orange mit anderen Duftfamilien in der Parfümerie

Die Orange harmoniert ebenso wie die Duftfamilie „Zitrisch“ hervorragend mit blumigen Noten. In solchen Kompositionen bringt die Orange großzügig ihre süßen und säuerlichen Facetten ein. Die Orange verbindet sich außerdem mit holzigen Noten. Das ist bei dem Herrenduft „Cologne Blanche“ von Dior der Fall. Hier ist die Orange, wiederum in den Kopfnoten (mit Rosmarin), mit Orangenblüte in den Herznoten sowie mit Vanille und süßer Mandel in den Basisnoten kombiniert. Dior, das hier die Eau de Cologne neu erfinden wollte, entschied sich für einen sanften, amberartigen Duft, einen klassischen Braunton … Ein schlichter und reiner Herrenduft. Die Orange verbindet sich auch mit Chypre-Noten wie Patchouli oder Sandelholz. Das ist bei dem Parfum „24 Faubourg“ von Hermès der Fall. Orange und Bergamotte in den Kopfnoten sorgen für eine spritzige Sillage. Das Herz ist mit Iris, Tiaré-Blüten und Jasmin überwiegend blumig, was eine ganz besondere Ausstrahlung verleiht. Die Chypre-Basis sorgt für einen sinnlichen Ausklang. „24 Faubourg“ ist zweifellos strahlend und sonnig, ein Abbild der Weiblichkeit.

Die Süßorange kennt jeder als Frucht. Sie wird seit Langem in der Parfümerie verwendet und gehört wie Zitrone oder Mandarine zur Familie der Zitrusdüfte. Die Orange verleiht Kompositionen spritzige, frische und säuerliche Noten wie ein Sommerbonbon. Man findet die Orange vor allem in blumigen Parfums, sie kann sich aber auch in Verbindung mit holzigen, Chypre- oder aromatischen Noten behaupten.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Citrus Sinensis
  • Herkunft : Arbre
  • Land : BR
  • Verwendeter Teil : Zeste
  • Typ : Naturel

Parfums mit der Note Orange

Blumig

Caron

Nocturnes

Aldehyde · Neroli · Orange

Fougère

Guerlain

Derby

Orange · Bergamotte

Orientalisch

Maison Francis Kurkdjian

Grand Soir

Labdanum · Orange