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Opoponax

L'Opoponax ist ein Roman von Monique Wittig, der am 1. September 1964 bei den Editions de Minuit erschien und mit dem Prix Médicis ausgezeichnet wurde. Er erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens von der Vorschule bis zum Ende der Schulzeit und bedient sich einer Erzählweise, die die gewohnten Orientierungspunkte des Erzählers verwischt. Um dieses Opoponax geht es hier allerdings nicht. Opoponax ist nämlich auch ein natürlicher Rohstoff, der in der Parfümerie häufig verwendet wird.

Was ist Opoponax?

Opoponax (auch Oppoponax geschrieben) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Apiaceae. Sie wächst büschelförmig an einem langen Stängel, der kleine weiße oder gelbe Blüten trägt. Sie stammt von einem Strauch, der im Nahen Osten und in Afrika wächst, vor allem in Somalia, Äthiopien und Eritrea. Opoponax benötigt also ein warmes Klima, um zu gedeihen. So merkwürdig es zunächst erscheinen mag: Für Parfumeure ist nicht die Blüte, sondern der Stängel von Interesse. In der Parfümerie ist Opoponax nämlich für das Harz bekannt, das aus diesem Pflanzenteil gewonnen wird. Opoponax wird zudem häufig als Räucherwerk verwendet und dient insbesondere dazu, die Luft zu reinigen und zu desinfizieren. Darüber hinaus besitzt Opoponax anregende und entspannende Eigenschaften. Im 17. Jahrhundert waren Ärzte überzeugt, dass es den Heilungsprozess fördere, und man verordnete sogar Pflaster daraus. So wurde das Mittel Ludwig XIV. verabreicht, als er an einem Tumor litt. In der Parfümerie wird Opoponax dagegen eher in Form eines Balsams eingesetzt.

Die Verwendung von Opoponax in Parfums

Heute verwenden alle großen Marken der Parfümerie Opoponax. Dieser Inhaltsstoff verströmt einen balsamischen, runden, weichen und samtigen Duft. Opoponax ist zugleich warm und erdig und verleiht den Parfums, die ihn enthalten, einen vielschichtigen olfaktorischen Eindruck. Er hinterlässt einen fruchtigen, krautigen und sehr ausstrahlenden Eindruck. Seine Duftschwaden werden überwiegend als Basis orientalischer oder amberartiger Parfums eingesetzt. In den Kopfnoten verwendet, bringt Opoponax hingegen die Eigenschaften eines Lösungsmittels mit. Er harmoniert hervorragend mit Tonkabohne, Benzoe, Vanille oder Perubalsam. Obwohl Opoponax ein wesentlicher Inhaltsstoff zahlreicher Parfums ist, wird er meist nicht in den Vordergrund gestellt. Er dient vielmehr als Träger.

Opoponax ist eine Art unverzichtbares Element der Parfümerie und bildet das Rückgrat zahlreicher Kompositionen. Als solches findet er sich in einigen weltberühmten Rezepturen, etwa in der des emblematischen Shalimar von Guerlain. Ebenso ist er der Hauptinhaltsstoff von Opoponax von Les Néreides, einem sehr harzigen Duft, der eine Mischung aus Zitrusfrüchten mit einer vanilligeren und holzigeren Basis verbindet. Schließlich ist er bei den großen Luxusmarken sehr gefragt und findet sich unter anderem in den Klassikern Poison von Dior, Coco von Chanel oder Flower by Kenzo, wo er sich mit Weißem Moschus verbindet und einen frischen, sauberen Eindruck hinterlässt.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Commiphora Rythus
  • Herkunft : Arbre
  • Land : SO
  • Verwendeter Teil : Gommes
  • Typ : Naturel

Parfums mit der Note Opoponax

Orientalisch

Christian Dior

Poison

Pflaume · Koriander

Holzig

Molinard

Musc

Bergamotte