Zitrisch
Majoran
Majoran: typisch mediterrane Düfte für aromareiche Parfums! Majoran, ein Verwandter des Oregano, ist Liebhabern der Mittelmeerküche ebenso bekannt wie für seine heilsame Wirkung. Seit der Antike für seine Eigenschaften geschätzt, ist das hübsche asiatische Würzkraut auch ein ätherisches Öl, das Parfumeure vor allem für holzige Herrendüfte oder Fougères verwenden, aber auch für einige Damendüfte mit den typischen Gerüchen der Gärten der Provence oder Italiens … Verspricht Majoran traumhafte Düfte?
Majoran – der Glücksbringer der Parfumeure!
Berühmt ist Majoran vor allem auf der reizvollen Insel Kreta, wo die Parfumeure auf den Märkten von Heraklion im 13. Jahrhundert v. Chr. mit seinem Öl ein Vermögen machten. In jener Zeit wurde Majoran vor allem mit Glück, Wohlbefinden und Seligkeit verbunden. Zu den antiken Traditionen der griechischen Inseln, die bis heute fortbestehen, gehörte es, Majoranpflanzen auf Gräbern zu setzen, um eine friedliche und glückliche Reise zu gewähren.
Der Brauch, Majoran als Glücksbringer zu tragen, verbreitete sich im Lauf der Jahrhunderte. Er ist auch das Thema eines Kinderlieds (in Wirklichkeit nicht ganz so kindlich!), „Qu'est-ce qui passe ici si tard compagnons de la marjolaine ?“, in dem junge Leute einen Majoranzweig tragen, um auf der Suche nach schönen Eroberungen Glück zu haben …
Heute ist Majoran vor allem ein schönes Würzkraut, das oft mit Oregano verwechselt wird. Die Unterscheidung ist einfach: Majoran wird stets angebaut, Oregano wächst wild. Nach der Entwicklung der Destillationstechniken diente das ätherische Majoranöl rasch sowohl Aromatherapeuten als auch Parfumeuren, die nach kräftigen aromatischen Noten suchten.
Majoran in den Kopf- oder Herznoten aromatischer Parfums
Selbstverständlich ist Majoran seit Jahrzehnten in aromatischen Herrendüften verschiedener olfaktorischer Unterfamilien stark vertreten. Seine pfeffrige, scharfe Note bleibt in der Parfümerie jedoch noch relativ wenig verbreitet, verglichen mit dem wachsenden Erfolg bekannterer Würzkräuter wie Rosmarin, Basilikum oder Koriander.
Häufig in den Kopfnoten erscheint Majoran in Chypre-Düften oder holzigen Herrendüften. So betont „L'Eau Trois“ von Diptyque, ein origineller holziger Chypre, in den Kopfnoten ein schönes Bouquet aromatischer Kräuter und bietet Männern (aber auch Frauen) einen Duft, der in „den Duft der harzigen Sträucher entlang der Bergküsten Nordgriechenlands“ entführe.
Drei Jahre nach dessen Erscheinen, 1978, griff das Haus Van Cleef & Arpels erneut auf diese Art von Chypre- und aromatischen Noten mit Majorananklängen zurück, um „Van Cleef & Arpels pour Homme“ zu schaffen.
Der kräftig duftende Majoran kann zudem als starkes Bindeglied zwischen krautigen und würzigen Noten dienen. Daher wird er in den Herznoten eingesetzt, um Akkorde zu verbinden, die sich auf den ersten Blick schwer kombinieren ließen. Er findet sich etwa in der Komposition des holzigen Chypres „Lanvin for Men“ von Lanvin.
Gemessen an seinen vielfältigen olfaktorischen Eigenschaften wird Majoran also noch sehr zurückhaltend eingesetzt. Zu den wenigen Damendüften, die Majoran wagen, gehört „Canisse“ von Fragonard, eine blumig-grüne Köstlichkeit, die die ganze Fülle der Düfte eines mediterranen Gartens in einer ebenso schönen wie originellen Komposition entfalten soll. Fest steht: Die Herrenparfümerie sucht sich zu erneuern, mit Düften, die zugleich klassisch und innovativ sind. So neigen die Nasen dazu, klassische Würzkräuter durch originellere Noten zu ersetzen; es ist daher gut möglich, dass Majoran zu einem wichtigen Trumpf dieses Wandels wird!
Steckbrief
- Lateinischer Name : Origanum majorana ou Thymus mastichina
- Herkunft : Plante
- Land : ES
- Verwendeter Teil : Feuilles et fleurs
- Typ : Naturel
Parfums mit der Note Majoran
Zitrisch