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Weinhefe

Weinhefe: Der Wein im Dienst einer originellen und neuartigen Parfümerie. Köstlich fruchtig durch die Trauben, aus denen sie stammt, und zugleich holzig durch die Lagerung im Fass während der Gärung des Weins, ist Weinhefe eine originelle Note, die nicht nur Weinen auf neue Weise Leben verleiht, sondern Düften auch alkoholische Nuancen gibt, ohne zu berauschen.

Weiße oder grüne Weinhefe, Weinhefenoten von Cognac oder mit Brandy aromatisiert: Die Düfte der Weine lenken neugierige Nasen zu Parfums abseits ausgetretener – und abgeernteter – Pfade.

Die Entstehung der Weinhefe-Note in der Parfümerie

Bevor die Kraft der Weinhefe-Note in der Parfümerie zur Sprache kommt, ist zunächst an den Rohstoff dieser ätherischen Öle zu erinnern. Weinhefe entsteht aus Trauben, die von verschiedenen Rebsorten und Lagen geerntet und anschließend in Metalltanks oder Eichenfässern vinifiziert werden. Die Weinhefe ist der Bodensatz der Flüssigkeit, die später abgefüllt wird: Am Boden des Tanks zurückgehalten, bilden die unerwünschten Bestandteile des kostbaren Nektars die Hefe.

Der Reiz der aus Weinhefe gewonnenen ätherischen Öle liegt in der Vielfalt ihrer Wirkstoffe, die je nach Lage und Wein variieren. Das ätherische Weinhefeöl, das in der Aromatherapie und selbstverständlich in der Parfümerie verwendet wird, kann so den Charakter seines Ursprungsweins annehmen. Die Parfümerie interessierte sich für diesen lebendigen und vielfältigen Rohstoff, der je nach Herkunft, Jahrgang oder Lage zahlreiche olfaktorische Facetten zeigen kann.

Die bekanntesten ätherischen Weinhefeöle sind das Öl aus grüner Weinhefe und das Öl aus weißer Weinhefe, das fruchtiger ist als das erste. Denkbar ist jedoch, dass sich die Weinhefe-Note aus jedem beliebigen Nektar herstellen lässt, um Noten auf Basis von Cognac, Brandy oder auch Champagner zu gewinnen.

Konzeptuelle und originelle Parfums mit Weinhefe-Note

Die Weinhefe-Note ist für die Parfümerie, was Rebsorten, Lagen und Jahrgänge für den Wein sind: fruchtige und zugleich sehr vielfältige Rohstoffe. Parfums mit Weinhefenoten sind relativ selten, ihr olfaktorisches und kreatives Konzept ist jedoch so innovativ, dass sie genannt werden sollten.

„Une Rose“ von Frédéric Malle, erschienen 2003, verbindet die Weinhefe-Note mit Geranie, um seinen blumig-holzigen Duft um völlig neuartige Kopfnoten zu bereichern; der Duft vereint Akkorde aus Rose, animalischen Noten und zart holzigen Noten zu einem eigenwilligen und komplexen Ganzen.
Das bemerkenswerte „Bloody Wood“ von Liquides Imaginaires will mit einem fruchtigen Chypre-Duft die Dufteindrücke wiedergeben, die sein Schöpfer bei der Verkostung eines großen Bordeaux-Weins empfunden habe. Folgerichtig erscheint die Weinhefe-Note in den Kopfnoten, verbunden mit Rosen und metallischen Noten.

Bei „Nevermore“ von Frapin schließlich steht Weinhefe ebenfalls in den Kopfnoten, neben Rosenoxid und Aldehyden, ist hier jedoch deutlich mit einer Cognac-Note verbunden. Das Haus Frapin ist eine Legende in der Welt des Cognacs; folgerichtig knüpft dieser Duft an die historischen Werte des Hauses an, insbesondere durch den Einsatz von Weinhefe für zugleich holzige und leichte Kopfnoten, die in ein amberartiges und holziges Herz und eine ebensolche Basis übergehen, ganz im Bild der Marke.

Steckbrief

  • Land : FR
  • Typ : Naturel

Parfums mit der Note Weinhefe

Holzig

Parfum d'Empire

Salute !

Zitrone · Mandarine · Grapefruit