Orientalisch
Lavandin
Lavandin: ein Stück Provence im Flakon. Der Lavandin, abgeleitet vom berühmten Lavendel, der die Provence prägt, ist eine hübsche kleine malvenfarbene Blüte, kleiner als ihr Vorläufer, aber ebenso stark duftend. Aromatisch und zart, beduftet Lavandin Produkte des Alltags ebenso wie Kosmetikprodukte und Parfums.
Und obwohl Wirtschaftsriesen wie China in den Anbau eingestiegen sind, verbreitet der provenzalische Lavandin made in France weiterhin erfolgreich seine Düfte im Alltag.
Lavandin und sein Anbau in Südfrankreich
Lavandin ist eine Hybride aus dem Lavendel Lavandula augustifolia und dem sogenannten Speik-Lavendel, Lavandula latifolia. Vor allem stellt er die Antwort der Wissenschaft auf den wachsenden Bedarf an Lavendel nach dem Zweiten Weltkrieg dar.
Die Destillation von Lavendel wurde bereits im 18. Jahrhundert eingesetzt, um den sanften Lavendel der provenzalischen Felder zu ätherischem Öl zu verarbeiten. Dieses ätherische Lavendelöl erlebte von Beginn an eine Blütezeit, insbesondere dank des Erfolgs der Parfums aus Grasse, die die Lavendula augustifolia für ihre Düfte verwendeten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Bedarf an Lavendel jedoch sehr hoch (60 Tonnen pro Jahr), und trotz massiver Mechanisierung der Ernte und einer enormen Ausweitung der Anbauflächen konnte die Provence die Nachfrage nicht mehr decken.
Angesichts dieses Bedarfs entwickelten Wissenschaftler eine Hybride aus zwei Lavendelsorten, aus der 1925 der Lavandin hervorging. Die neue Pflanze besitzt ähnliche Eigenschaften wie Lavendel, trägt jedoch wesentlich größere duftende Ähren, was höhere Erträge ermöglicht. Obwohl Lavandin eine Hybride ist, ist er natürlich und verströmt einen weniger kräftigen Lavendelduft, was für manche Parfums ein Vorteil sein kann.
Aromatische, Fougère- und holzige Parfums auf der Suche nach der Lavandin-Note
Die Lavandin-Note ist im Vergleich zu vielen anderen ein relativ junger Rohstoff. Sie tritt in der Parfümerie erst recht spät auf, entfaltet sich aber in aromatischen, holzigen oder orientalischen Herren- und Unisex-Düften, die Frische und florale Kraft suchen.
Die bevorzugte Duftfamilie des Lavandins scheint die der aromatischen Fougères zu sein. Mal in den Kopfnoten, mal in den Herznoten platziert, trägt Lavandin seine aromatischen Facetten in die Kreationen der Parfumeure. „Lavender Palm“ von Tom Ford verbindet Lavandin mit Lavendel, Bergamotte, Salbei und Zitrone und bietet so im Auftakt frische, säuerliche Noten. Bei Hermès steht die Lavandin-Note in dem Parfum „Noir Premier - Terres Aromatiques“ im Herz neben Thymian und Freesie. In „Eau de Lavande“ von DIPTYQUE ist Lavandin, zusammen mit Lavendel, selbstverständlich das zentrale Element der Komposition; als Herznote verbindet er sich elegant mit würzigen Kopfnoten und einer holzigen Basis.
Holzig-orientalische Düfte verströmen naturgemäß reine, frische Lavandin-Noten in einer exotischen, mitunter würzigen, oft überraschenden Duftspur. „Antidote“ von Viktor & Rolf bietet einen Cocktail von Facetten, in dem Lavandin im Herz erscheint und sich mit Blüten, Gewürzen sowie einigen bitteren Nuancen von Geranie und Orangenbaum verbindet.
Neben diesen beiden bevorzugten Familien findet sich die Lavandin-Note auch in schwerer einzuordnenden Düften wie dem holzig-blumigen „L'Eau“ von S.T. Dupont oder dem zitrisch-aromatischen „L’eau Intense“ von Carven. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist Lavandin jedoch vor allem Herren- und Unisex-Düften vorbehalten. Vorerst …
Steckbrief
- Lateinischer Name : Lavandula hybrida
- Herkunft : Plante
- Land : FR
- Verwendeter Teil : Fleurs et Tiges
- Typ : Naturel
Parfums mit der Note Lavandin
Orientalisch
Orientalisch
Zitrisch
Blumig
Blumig
Aromatisch
Holzig
Holzig
Holzig
Holzig
Holzig