Blumig
Warme Milch
Warme Milch: Gourmandige Aromen in süßen Parfums. Die kostbaren Noten warmer Milch, die viele heutige Parfums enthalten, lassen sich kaum vom Trend einer Rückkehr in die Kindheit, einer Reise in die Vergangenheit trennen. Schokolade, Karamell, Bonbons und natürlich warme Milch sind Noten, die in der Welt der Erwachsenen schlechthin für Sanftheit und Süße stehen. Die Note warmer Milch oder der laktonische Effekt wird selbstverständlich im Labor nachgebildet; das hindert kostbare Flakons nicht daran, diesen sanften, vanilleartigen Duft zu verströmen – zur Freude der Nase.
Gourmand-Düfte als Echo von Kindheitserinnerungen
Der große Trend der Damenparfümerie des letzten Jahrzehnts ist unübersehbar: die Rückkehr süßer, fruchtiger und vor allem gourmandiger Düfte.
Als Erster wagte Thierry Mugler 1992 mit „Angel“ diese Rückkehr in die Kindheit. Der Erfolg war durchschlagend, und der Duft genießt auch mehr als 15 Jahre später Kultstatus. Zahlreiche andere Kreateure folgten rasch auf dem Weg des Gourmandigen: Düfte der Kindheit, bonbonartige Süße, Schokolade und natürlich Noten warmer Milch, die sich so gut mit butterigen Akkorden und Schokoladenstückchen verbinden.
Laut der Parfümerie-Kreateurin Yvette Moretti sei der Duft die stärkste Verbindung zur Emotion. Die Noten warmer Milch unterstreichen elegant die Emotion und die Erinnerung an die Butterbrote zur Nachmittagsjause der Kinderjahre. Die Parfumeure haben daher viel Fantasie aufgewandt, um diesen laktonischen Effekt nachzubilden, der seit einigen Jahren bereits in zahlreichen Kosmetikprodukten vorkommt.
Warme Milch oder der laktonische Effekt in süßen blumigen und orientalischen Düften
Die Note warmer Milch mit ihren sanften, vanilleartigen, milchigen, samtigen Facetten harmoniert sehr gut mit blumigen, aber auch mit orientalischen Düften.
Einer der Ersten, der die Note warmer Milch erprobte, war Issey Miyake 1998 mit „Le Feu d'Issey“. Der schöne, kraftvolle orientalische Duft bietet aromatische und würzige Noten auf einer behaglichen, umhüllenden Basis aus Guajakholz und warmer Milch. Dank der Laktone, der chemischen Grundlage der Note warmer Milch, erhalten kraftvolle orientalische Düfte zarte, tröstliche Basisnoten warmer Milch. „La vie est belle L'Absolu de Parfum“ von Lancôme und „Bonbon“ von Viktor & Rolf spielen mit den Trends: Sie bieten einen würzigen orientalischen Duft und bringen in den Basisnoten Kindheitserinnerungen und tröstliche Düfte warmer Milch, kombiniert mit Karamell oder Schokolade.
Blumige Düfte entfalten sich mit Noten von Weißem Moschus und glatten, vor allem sehr sauberen Weißen Blüten und hinterlassen als Sillage zarte, ebenso weiße Noten warmer Milch. Beispiele sind das schöne „Pleats Please in Bloom“ von Issey Miyake oder „Tome 1 : La Pureté for Her“ von Zadig & Voltaire. Blumige Düfte verbinden sich zudem mit fruchtigen, köstlich süßen Noten, die durch warme Milch samtig werden, und bieten so Gourmandiges im Flakon, wie „Born In Paradise“ von Escada...
Die Note warmer Milch ist also, kombiniert mit Karamell, Schokolade oder Vanille, der aktuelle Trend der Damenparfümerie. In der Herrenparfümerie findet sich dagegen kaum eine Milchnote: Abgesehen von einigen Unisex-Düften scheint die Milchnote wenig mit Männlichkeit oder Frische vereinbar zu sein… Doch ist in der Parfümerie nicht alles möglich?
Steckbrief
- Typ : Reproduction
Parfums mit der Note Warme Milch
Blumig