Orientalisch
Wacholder
Die Natur birgt Elemente, deren Eigenschaften für den Organismus sehr förderlich sind. So wird Wacholder in der Aromatherapie häufig eingesetzt: Er wirkt unmittelbar auf das Gleichgewicht des Nervensystems, ist für seine tonisierenden und belebenden Eigenschaften bekannt und hilft gegen übermäßiges Essen. Ebenso ist er ein ausgezeichnetes Antiseptikum, ein Diuretikum und ein blutreinigendes Mittel, das Nieren und Verdauungssystem reinigt. Neben seinem gesundheitlichen Nutzen wird Wacholder jedoch auch wegen seines Duftes sehr geschätzt. Daher ist er ein Rohstoff der Parfümerie.
Die Ursprünge des Wacholders
Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse und stammt aus Europa. Es handelt sich um einen kleinen Strauch mit stacheligen Blättern, der runde Früchte von einer Farbe zwischen Blau und Schwarz trägt. Der Wacholderstrauch wird auch Péteron oder Petrot genannt. In Tibet wird er häufig bei Zeremonien verwendet, bei denen sein Holz verbrannt wird. Die Ägypter setzten ihn schon sehr früh gegen Infektionen ein. Zahlreiche Schriften aus der Zeit des Römischen Reiches beschreiben ebenfalls die antiseptischen Eigenschaften dieser Pflanze. Die Griechen sahen in ihm ein heiliges Holz, das sie den Gottheiten der Unterwelt darbrachten. Ebenso verbrannten sie sein Holz, um Epidemien zu bekämpfen. So wurde Wacholder 1856 in Deutschland in großem Umfang gegen eine Cholera-Epidemie eingesetzt, ebenso 1870 in Frankreich gegen die Pocken. Heute ist Wacholder nicht nur eine bekannte Pflanze, sondern auch eine Spirituose auf Branntweinbasis. Sie wird mit Wacholderbeeren aromatisiert und erfreut genussfreudige Konsumenten. Die erste schriftliche Erwähnung des Wacholders als Spirituose stammt aus dem 17. Jahrhundert. Heute werden solche Spirituosen in Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden hergestellt.
Wacholder in der Parfümerie
Neben seinem Holz ist Wacholder auch wegen seiner schwärzlichen Beeren sehr gefragt. Diese verströmen einen pfeffrigen, holzigen und leicht harzigen Duft. Wacholder, der auch in der Küche und zur Herstellung von Gin verwendet wird, ist bei Parfumeuren sehr gefragt. Seine kleinen Früchte werden mit Wasserdampf destilliert, um daraus ein Absolue zu gewinnen. Auch die Zweige des Wacholderstrauchs werden wegen ihres aromatischen Duftes in der Parfümerie verwendet. Wacholder verleiht Parfums so eine würzige Note, zugleich fein und rassig.
Wacholder kommt in zahlreichen Kompositionen vor, etwa im bekannten 1 Million Cologne von Paco Rabanne, wo er den Duft seines Vorgängers erfrischt und dessen ausgeprägten Charakter bewahrt. Er ist außerdem Teil der Komposition von Amen Pure Shot von Thierry Mugler, Avant Garde von Lanvin und Azur Lime von Tom Ford.
Steckbrief
- Lateinischer Name : Juniperus Communis
- Herkunft : Arbuste
- Land : IN
- Verwendeter Teil : Baies
- Typ : Naturel
Parfums mit der Note Wacholder
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