Blumig
Freesie
Die Parfümerie verwendet zahlreiche Inhaltsstoffe, doch Blüten sind unbestritten die Stars dieses Bereichs. Ihr oft sehr dekoratives Erscheinungsbild kann zudem die Vorstellungskraft der Parfumeure beflügeln. In dieser Hinsicht erweist sich die Freesie als ebenso prachtvolle wie duftende Pflanze.
Die Exotik der Freesie
Die Freesie ist eine Zwiebelpflanze, die aus Südafrika stammt, genauer aus der Kapprovinz. Sie wird wegen ihrer stark duftenden Blüten kultiviert, aber auch wegen ihres Erscheinungsbilds in vielfältigen, leuchtenden Farben. Sie gehört zur Familie der Schwertliliengewächse; ihren Namen erhielt sie 1866 von dem Botaniker Ecklon, der sie zu Ehren eines deutschen Arztes namens Fresse so benannte. Die krautige Pflanze treibt ab Beginn des Winters aus und bildet einen Büschel schmaler Blätter von 10 bis 30 cm Länge. Die Blüten der Freesie öffnen sich zu Beginn des Frühlings und entwickeln sich in Trauben. Das Ganze entfaltet sich in Form einer Ähre mit sechs Blütenblättern. Diese können weiß, gelb oder purpurn sein und verströmen einen sehr betörenden Duft, der dem des Jasmins ähnelt. Im Allgemeinen kommt die Freesie sehr gut mit Trockenheit zurecht und gedeiht besonders im mediterranen Klima. Sie ist eine Zierpflanze, die Gärtner gern durch Kreuzungen verändern, wodurch immer neue lebhafte und leuchtende Farbvarianten entstehen.
Die Freesie, eine in der Parfümerie häufig verwendete Note
Neben ihrem extravaganten Aussehen ist die Freesie auch bei Parfumeuren sehr geschätzt. Sie zählt sogar zu den am häufigsten verwendeten Blüten der Parfümerie. Ihr Duft ist zugleich blumig und strahlend. Er erinnert an Jasmin oder Orangenblüte und besitzt dabei süße, fast fruchtige Akzente. Ihr Duft lässt sich jedoch nicht extrahieren und muss daher im Labor aus anderen Rohstoffen nachgebildet werden oder mithilfe der Headspace-Technik, eines in den 1970er-Jahren entwickelten Verfahrens, das die natürlichen Düfte einer Blüte so rekonstruiert, wie sie in der Natur vorkommen, ohne die Blüte zu beschädigen.
Die Freesie findet sich daher in Herrendüften ebenso wie in Damendüften. Bei den Herren ist sie im emblematischen Acqua Di Gio von Armani, in Allure pour Homme von Chanel oder in Arabian Wood von Tom Ford enthalten. Bei den Damen zeigt sie sich in Alaïa Paris von Azzedine Alaïa, in Alien Acqua Chic von Thierry Mugler oder in Ame Coquine von Chantal Thomass.
Steckbrief
- Lateinischer Name : Freesia
- Herkunft : Artificielle
- Typ : Reproduction
Parfums mit der Note Freesie
Blumig
Orientalisch
Blumig