Orientalisch
Erdbeere
Die Erdbeere: Rote Früchte und die Familie der gourmandigen Düfte Bekannt seit der Vorgeschichte, als Lucy kleine wilde Walderdbeeren pflückte, wird die Erdbeere seit Jahrhunderten wegen ihrer zarten, süßen Aromen angebaut, die in zahlreichen Backwaren zur Geltung kommen. Es war daher recht folgerichtig, dass die Erdbeere, als in den 80er-Jahren der Trend zu Parfums mit fruchtigen Noten aufkam, zu den bevorzugten Duftnoten der Parfumeure zählte. Dabei existiert die Erdbeernote in der Natur gar nicht! Erst dank synthetischer Moleküle entsteht und verwandelt sich die Erdbeere – zur Freude der Sinne, die nach Düften der Kindheit und der Obstgärten verlangen...
Die Kreation von Erdbeernoten in der Parfümerie
Man könnte meinen, eine Note mit dem sanften Duft von Walderdbeere oder Gariguette zu kreieren, sei so einfach, wie behutsam an ihr zu riechen, wenn man Erdbeeren pflücken geht. Weit gefehlt! Trotz zahlreicher erfolgloser Versuche lassen sich viele Früchte, aber auch Blüten, deren natürliche Düfte bekannt sind, für die Kreation von Duftnoten überhaupt nicht nachbilden.
Die Komposition einer fruchtigen Note auf Erdbeerbasis konzentriert sich daher vor allem auf die Entwicklung synthetischer Moleküle, die den bekannten zarten Geruch präzise wiedergeben. Und das reicht nicht! Mitunter müssen weitere synthetische Moleküle in Verbindung mit Essenzen oder Absolues hinzugefügt werden, um DEN Duft von Erdbeere oder Walderdbeere zu erzeugen. Die Erdbeernote in einem beliebten Parfum entsteht in der Regel aus 4 oder 5 verschiedenen Rohstoffen.
Düfte von Erdbeere und roten Früchten – die süße Erinnerung an die Kindheit?
Süße und fruchtige Parfums erleben heute einen rasanten Erfolg, insbesondere dank des allerersten Parfums, das 1978 jungen Mädchen einen frischen Hauch von Blüten und Früchten bot: das berühmte „Anaïs Anaïs“ von Cacharel. Seitdem haben süße, fruchtige und gourmandige Parfums zunächst junge Frauen und später Frauen aller Altersgruppen unablässig für sich gewonnen, nicht zuletzt dank der Originalität und der explosiven Duftnoten von Angel von Thierry Mugler.
Seitdem wagt die Damenparfümerie jede Mischung von Duftnoten und Duftfamilien, solange der Duft fruchtig prickelt, zart blumig oder holzig wirkt und vor allem fröhlich und belebend ist! Die Erdbeernote lässt sich dabei auf zwei Arten interpretieren: klassisch als Frucht, aber auch extrem süß als olfaktorische Erinnerung an die bekannte Fraise Tagada.
Zahlreiche Parfums verströmen die Erdbeere neben anderen fruchtigen Noten, hauptsächlich in den Kopfnoten, darunter das blumig-fruchtige „Miss Dior“ von Dior, das blumige, fruchtige und holzige „Daisy“ von Marc Jacobs oder auch das orientalische und sehr italienische „Valentina“ von Valentino.
Warum treiben süße und gourmandige Parfums seit einigen Jahren die Verkaufszahlen der Damenparfümerie in die Höhe? Diese Frage wird regelmäßig gestellt, so sehr erfasst die Welle gourmandiger, süßer und fruchtiger Düfte Frauen aller Generationen. Ursprünglich für junge Mädchen kreiert (wie Anaïs Anaïs), spielen diese fruchtigen Düfte mit der Erinnerung an Bonbons und an sonnige Nachmittage, an denen in Gärten Erdbeeren oder Himbeeren gepflückt wurden. Zudem sei die Vorliebe für Süßes angeboren: Die Vorliebe für Süßes sei nicht erworben, sondern genetisch festgelegt. Also bieten sich sanfte, süße Parfums an, die zumindest niemanden dick machen!
Steckbrief
- Lateinischer Name : Fragaria
- Herkunft : Artificielle
- Typ : Reproduction
Parfums mit der Note Erdbeere
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