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Kaskarille

Kaskarille: Die Essenz von Croton eluteria in der Parfümerie. Die Kaskarille oder Croton eluteria, ihre bekannteste Art, stammt von den Antillen, wächst aber in zahlreichen tropischen Ländern. Vor allem als Heilpflanze bekannt, liefert die Kaskarille mit ihrer Essenz einen holzigen, pfeffrigen, weichen und aromatischen Duft.

Die Kaskarille-Note ist selten, erscheint jedoch in bemerkenswerten Parfums, die diese ungewöhnliche Note als Signatur ihrer orientalischen oder Chypre-Kompositionen einsetzen, etwa das duftende Unikum „Magie Noire“ von Lancôme …

Kaskarille oder Croton eluteria – ein tropischer Strauch mit magischen Düften

Die Kaskarille ist ein kleiner Strauch mit rötlich-brauner Rinde, der von den Antillen und den Bahamas stammt. Obwohl sie trotz ihrer vielfältigen Eigenschaften wenig bekannt ist, ist die Kaskarille in zahlreichen Ländern Lateinamerikas verbreitet, etwa in Mexiko, Kolumbien oder Panama.

Der Strauch bildet zwar kleine Blüten, doch zur Herstellung einer Essenz oder eines ätherischen Öls dieser tropischen Pflanze wird seine charakteristische orangefarbene Rinde verwendet. Die Kaskarille-Essenz wird in der Phytotherapie häufig wegen ihrer Wirkung auf Magen und Atemwege sowie als schleimlösendes Mittel eingesetzt.

Die Kaskarille-Essenz ist allerdings mit Vorsicht zu handhaben, da sie Unwohlsein oder Schwindel hervorrufen kann … Die Parfumeure von Lancôme schreckte dieser Schwindel jedoch kaum ab: Sie verwendeten sie insbesondere für die Kreation des verwirrenden und ungewöhnlichen Parfums „Magie Noire“.

Die Kaskarille-Note als Zauber für Düfte

Wie das sanfte Vorzeichen einer bezaubernden Note hat sich die Kaskarille in sehr schönen Düften niedergelassen, um ihre pfeffrigen und holzigen Facetten zu verströmen. Eine Zuordnung zu einer Duftfamilie ist jedoch vergeblich, denn die Kaskarille lässt sich schlicht nicht einordnen – ebenso wenig wie viele der Düfte, in denen sie vorkommt.

„Magie Noire“ von Lancôme, erschienen 1978, gehört typischerweise zu jenen zugleich unklassifizierbaren und völlig überraschenden Parfums, die – vermutlich zum allerersten Mal ganz offen – die Kaskarille als Basisnote zeigen. Der Zauber entfaltet sich in diesem Duft, der zugleich orientalisch und blumig sein will, fruchtig mit Noten von Cassis und würzig mit seiner Bergamotte, zart mit üppigen Sträußen aus Jasmin und Rose und ebenso wild mit animalischen Noten, die in der Basis mit der Kaskarille verbunden sind.
Später griff Maître Parfumeur et Gantier die schöne Kaskarille-Essenz mit „Rose Opulente“ erneut auf. Dieses blumige und grüne Parfum, erschienen 1989, bietet aldehydische, rosige Kopfnoten, die ein Herz aus Jasmin und Kaskarille eröffnen, das sich in einer Sillage animalischer Noten entfaltet. Die Rose ist hier also orientalisch und dank der Kaskarille dezent pfeffrig …

Schließlich präsentiert „Feuille de Tabac“ von Miller Harris 2005 die Kaskarille-Note in einem erfrischenden und aromatischen holzigen Chypre-Duft für Unisex. Die Kopfnoten aus Kaskarille und Chili sorgen für einen ebenso kräftigen wie würzigen Auftakt hin zu aromatischen und dezent holzigen Herznoten. Die tiefe Sillage dieses Dufts verbindet Tabak, Patchouli und Tonkabohne zu einer erstaunlichen Mischung, die an die Atmosphäre und die Stimmung eines kleinen Pariser Bistros erinnert …

Die Kaskarille oder Croton eluteria scheint also der holzige Hauch von Originalität zu sein, der die ungewöhnlichen Düfte jener Kreateure würzt, die nicht zögern, neue oder nahezu neue Rohstoffe einzusetzen, um einzigartige und beinahe zeitlose Kompositionen zu schaffen.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Croton Eluteria
  • Herkunft : Arbre
  • Land : VE
  • Verwendeter Teil : Écorces
  • Typ : Naturel