Zum Inhalt springen

Treibholz

Treibholz ist in der Parfümerie eine Fantasienote, die an Holz erinnert, das von Wasser und Salz geglättet und von Sonne und Wind getrocknet wurde. Sie entspricht keinem einzelnen extrahierbaren Rohstoff, sondern einem nachgebildeten Akkord, der trockene holzige, leicht maritime und dezent jodige Facetten verbindet. Geschätzt wird diese Note in maritimen, holzigen und Unisex-Kompositionen wegen ihrer natürlichen und beruhigenden Anmutung.

Treibholz, ein holzig-maritimer Akkord mit natürlichen Akzenten

Treibholz bezeichnet im eigentlichen Sinn Holz, das im Wasser – im Meer, in einem Fluss oder einem See – gelegen hat, bevor es ans Ufer gespült wurde. Geglättet, ausgebleicht und mit Salz durchtränkt, besitzt es eine besondere Textur und ein besonderes Aussehen. In der Parfümerie handelt es sich nicht um einen extrahierbaren Rohstoff, sondern um eine Fantasienote, also um einen nachgebildeten Duftakkord, der diese Sinneswirklichkeit heraufbeschwören soll.

Um den Eindruck von Treibholz nachzubilden, kombinieren Parfumeure in der Regel trockene holzige Noten – Zeder, Sandelholz, Vetiver – mit leicht maritimen Facetten, mitunter einem jodigen oder salzigen Hauch und einer leichten Trockenheit, die an Holz erinnert, das Sonne und Wind ausgesetzt war. Das Ergebnis ist ein Akkord, der zugleich natürlich, luftig und leicht mineralisch wirkt.

Diese Note fügt sich bevorzugt in frische maritime Düfte, zeitgenössische Holzdüfte und Unisex-Kompositionen ein. Sie vermittelt einen Eindruck von frischer Luft und wilder Natur, ohne die Schwere klassischer Holzdüfte, und überzeugt durch ihre Fähigkeit, mit großer Sparsamkeit der Mittel eine Küstenlandschaft heraufzubeschwören.

Parfums mit der Note Treibholz