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Amberhölzer

„Amberhölzer“, wie Parfumeure sie nennen, sind streng genommen keine Holzdüfte. Im Wesentlichen geht es hier um Graue Ambra. Sie ist eine Art „Konkrement“ oder Stein, den Pottwale ausscheiden, wenn sie zu viele Kraken oder Kalmare gefressen haben. Die „Graue Ambra“-Steine werden auf natürlichem Weg von den Pottwalen ausgeschieden und stranden an menschenleeren Stränden Neuseelands oder Madagaskars. Die Bezeichnung „Amberhölzer“ umfasst außerdem die holzigen Gerüche von Cedramber, Boisambrene, Cashmeran, Ambermax und Karanal.

Amberhölzer, eine olfaktorische Welle

Amberhölzer gibt es zwar schon sehr lange, doch derzeit greifen alle Parfumschöpfer auf sie zurück. Olfaktorisch verströmen Amberhölzer sehr komplexe, meist trockene Gerüche, die an Tabak erinnern. Der Geruch ist dabei in der Regel deutlich holziger als amberartig, zugleich aber sehr staubig und kratzt im Hals. Haltbarkeit, Intensität und Kraft der Amberhölzer sind extrem, sodass sie oft als „kratzende Hölzer“ bezeichnet werden. Schon eine kleine Spur genügt, damit Amberhölzer dauerhaft in Erinnerung bleiben. Diese olfaktorische Welle findet sich vor allem in den Basisnoten. Außerdem sind Amberhölzer ausgezeichnete Fixateure. Auf den ersten Blick vermutet man Amberhölzer vor allem in Herrendüften, da der Geruch stark und kraftvoll ist; manche sagen, „das riecht nach Mann“. Heute enthalten jedoch auch zahlreiche Damendüfte Amberhölzer und holzige Noten.

Die Verbindung von Amberhölzern mit anderen Duftfacetten

Dank ihrer Vielzahl an Facetten sind Amberhölzer Bestandteil zahlreicher Parfums. Sie verbinden sich ganz selbstverständlich mit blumigen, gourmandigen, orientalischen und aquatischen Noten sowie mit anderen holzigen und amberartigen Noten. Amberhölzer verleihen den meisten Parfums Modernität und Kraft. Eine besonders gelungene Verbindung von Amberhölzern mit blumigen Noten zeigt der Damenduft „Répetto“. Die Amberhölzer liegen hier in der Basis, begleitet von Vanille. In den Herznoten treten Rose und Orangenblüte hervor. „Repetto“ erzählt von weiblicher Sinnlichkeit, mit überaus anmutigen und sinnlichen Duftnoten. Bei den Herrendüften steht die Kreation „Bleu de Chanel“ von Chanel aus dem Jahr 2014 für ein holziges, frisches Parfum mit moderner und warmer Seite.

Amberhölzer bzw. Graue Ambra sind Rohstoffe, die es schon lange gibt. Seit Kurzem sind sie bei Parfumschöpfern sehr beliebt. Mit ihren komplexen und vielfältigen Gerüchen verleihen die verschiedenen Amberhölzer Kraft und Intensität. Sie finden sich daher vor allem in den Basisnoten. Die „kratzenden Hölzer“, wie sie oft genannt werden, stehen heute für sehr moderne Parfums und tragen zum Erfolg der Marken bei.

Steckbrief

  • Typ : Molécule

Parfums mit der Note Amberhölzer

Orientalisch

Elie Saab

Elixir

Neroli