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Ananas

Viele Menschen reizt das Reisen natürlich wegen fremder, fabelhafter Landschaften, aber auch wegen der Küche anderer Länder. So beißen viele mit Vergnügen in eine exotische Frucht. Heute ist es zum Glück nicht mehr nötig, ans andere Ende der Welt zu reisen, um sich dieses Vergnügen zu gönnen. Zudem gehört die Ananas zu den am weitesten verbreiteten Früchten in der Obst- und Gemüseabteilung. Ebenso taucht sie immer häufiger in der Parfümerie auf.

Herkunft und gesundheitlicher Nutzen der Ananas

Die Ananas gehört zur Familie der Bromeliengewächse und ist eine krautige Pflanze, die 1 m bis 1,50 m hoch werden kann. Sie trägt lange, lanzettliche Blätter von 50 cm bis 1,80 m Länge, teils gezähnt, teils glatt. Die Blüte der Ananas ist durch eine Krone kurzer Blätter gekennzeichnet, die über einem Stand blauer Blüten an den Stängelenden sitzt. Daraus entstehen anschließend zahlreiche kegelförmige Früchte, wie man sie kennt. Heute gibt es zahlreiche Ananassorten mit mehr oder weniger saftigem, teils eher weißem, teils gelbem Fruchtfleisch. Die Ananas ist eine tropische Pflanze, die keine Temperaturen unter 10° verträgt. Ihre Frucht sollte daher nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eine geringe Bodenfruchtbarkeit verträgt die Ananas dagegen problemlos; bis zur Ernte vergehen nach der Pflanzung etwa 14 bis 20 Monate. Entdeckt wurde sie, als Christoph Kolumbus 1493 Guadeloupe erreichte. Er erhielt sie als Willkommensgeschenk. Die Ananas gelangte anschließend 1548 nach Martinique, bevor sie 1672 Europa erreichte. In Frankreich versuchte man ab 1702 auf Betreiben Ludwigs XIV., sie anzubauen. Die Ananas wird besonders für ihren fruchtigen, exotischen und überaus saftigen Geschmack geschätzt, ist aber auch sehr gesund. Als Manganquelle ist sie besonders gut für die Knochen. Zudem wirkt sie gegen Krebszellen und entzündungshemmend. Reich an Bromelain, verdünnt sie außerdem das Blut und hemmt die Gerinnung der Blutplättchen, was das Risiko von Venenentzündungen oder Schlaganfällen verringert. Als echte Detox-Zutat fördert sie die Verdauung und wirkt zugleich gegen Cellulite. Schließlich beugt sie Erkältungen und Infektionen vor.

Der fruchtige Duft der Ananas

Neben ihren vielfältigen Vorzügen ist die Ananas auch ein Rohstoff, der in der Parfümerie immer häufiger eingesetzt wird. Sie verleiht Düften eine sehr fruchtige und sonnige Note. Sie bleibt fast ausschließlich Damendüften vorbehalten, erscheint aber gelegentlich auch in Herren- oder Unisex-Düften. Dabei kommen zahlreiche Ananassorten zum Einsatz. Zu den Favoriten der Parfumeure zählt jedoch die Victoria-Ananas aus dem Indischen Ozean, die für ihre feineren Aromen bei kleinerer Größe bekannt ist. Wie bei vielen Früchten lässt sich allerdings kein ätherisches Öl direkt aus der Frucht gewinnen. Ihr Duft wird daher im Labor nachgebildet. Dazu verwenden Parfumeure überwiegend Allylcaproat, ein Molekül mit typischem Ananasgeruch.

Die Ananas genügt sich selbst, lässt aber in Verbindung mit Kokosnuss auch den Geschmack einer Piña Colada entstehen – ein wahrer Genuss. Sie findet sich in zahlreichen bekannten Parfums. So ist sie einer der Leitrohstoffe der Kollektion Amor Amor von Cacharel und bereichert die Rezepturen von Baby Doll von Yves Saint-Laurent und Born in Paradise von Escada.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Ananas comosus
  • Herkunft : Artificielle
  • Typ : Reproduction

Parfums mit der Note Ananas

Blumig

Cacharel

Eden

Bergamotte · Zitrone · Mandarine

Blumig

Lancôme

Ô Oui!

Clementine · Hedione

Orientalisch

Escada

Magnetism

Cassis · Litschi · Ananas

Aromatisch

Hugo Boss

Hugo Red

Minze · Grapefruit · Rosmarin

Aromatisch

Ralph Lauren

Polo Sport

Minze · Bergamotte · Zitrone