Zum Inhalt springen
Azure Lime

Azure Lime erscheint 2010 in der Private-Blend-Kollektion von Tom Ford, die ihn den zitrischen Chypre-Düften zuordnet. Das Haus baut ihn auf einer Limetten-Infusion auf, flankiert von wilder Minze und südafrikanischem Buchu, gefolgt von grünem Veilchenblatt und einer Basis aus australischem Sandelholz und Eichenholz.

Limetten-Infusion, Minze und Buchu

Den Auftakt bildet eine Limetten-Infusion, die nach dem Willen des Hauses runder sein soll als eine gepresste Schale. Die wilde Minze verleiht ihr Kühle, der südafrikanische Buchu eine grüne, schwefelige Bitterkeit, wie man sie von Cassis-Akkorden kennt.

Veilchenblatt

Die nächste Ebene trägt das Veilchenblatt, ein grüner, feuchter Rohstoff, näher an geschnittener Gurke als an der Blüte. Es verlängert die Bitterkeit des Buchu, ohne etwas Blumiges beizusteuern, und schlägt die Brücke zu den Hölzern.

Australisches Sandelholz und Eichenholz

Die Basis verbindet australisches Sandelholz, milchig und trocken, mit Eichenholz, das rauer und leicht rauchig ist. Tom Ford überträgt ihnen die Haltbarkeit des Parfums, dessen zitrischer Anteil als Erstes verklingt.

Was das Etikett angibt

Das Etikett nennt Cumarin, Benzylbenzoat, Benzylsalicylat und Benzylcinnamat, vier Fixateure, die der angekündigte Akkord verschweigt. Eugenol und Isoeugenol fügen eine Gewürznelke hinzu, über die das Haus nichts sagt.

Methyl-2-octynoat, ein Rohstoff mit grünem Veilchencharakter, deckt sich mit dem angekündigten Blatt, und Hexylzimtaldehyd trägt einen sanften Jasmin. Limonen, Linalool, Citral und Geraniol prägen den zitrischen Anteil, Zimtalkohol einen balsamischen Akzent.