
Die Geschichte von Lacoste in der Parfümerie begann 1984. Damals entwarf die Marke einen Duft für elegante Sportler auf der Suche nach Geborgenheit und Wohlbefinden. Danach folgten zahlreiche weitere Parfums, etwa Booster im Jahr 1996 oder Lacoste pour Homme im Jahr 2002.
Die Marke Lacoste ist weltweit für ihre Poloshirts und ihre stark vom Tennis geprägte Welt bekannt. Ihre Existenz verdankt sie einem ehemaligen Tennischampion: dem berühmten René Lacoste. Seit mehreren Jahrzehnten ist Lacoste zudem in der Parfümerie präsent. Die elegante, zugleich lässige Garderobe der Marke wird inzwischen durch einige ebenso erfrischende wie gewagte Düfte ergänzt. 2020 bringt Lacoste einen neuen Herrenduft namens Match Point heraus. Wie gelingt es dieser Komposition, sich neu zu erfinden und sich dennoch weiterhin an der sportlichen Atmosphäre zu orientieren? Es folgt die Bewertung dieses aromatischen und holzigen Dufts.
Was die Kritik sagt
Match Point: eine grüne Komposition aus gewagten Inhaltsstoffen
Match Point von Lacoste ist ein Parfum, das keinem anderen gleicht. Es setzt auf Frische, enthält aber nicht die üblichen Inhaltsstoffe, die man gewöhnlich in Herrendüften findet. Den klassischen Auftakt aus Zitrusfruchtschalen gibt es hier nicht. Lacoste bevorzugt ätherisches Basilikumöl. In Parfums selten verwendet, verleiht es dem Duft einen ausgesprochen grünen und aromatischen Hauch. Zudem wird es sofort durch eine würzigere, wärmere Note aus Rosa Pfeffer ausbalanciert. Match Point entfaltet so ein ungezähmtes Temperament und eine außergewöhnliche Energie. Sein Herz enthält einen weiteren überraschenden Inhaltsstoff: Enzian-Absolue, bekannt für seine Frische und seinen vibrierenden Hauch. Nach und nach wendet sich Lacoste jedoch einer holzigen Basis zu, die in der Herrenparfümerie traditioneller ist. Vetiver vervollständigt die Komposition und verleiht ihr mehr Präsenz und Beständigkeit. Das Ergebnis ist ein belebendes und überraschendes Parfum. Match Point zeigt zweifellos eine gelungene Verbindung aus Frische, Kraft und Originalität. Spiel, Satz und Sieg.
Lacoste gestaltet einen schlichten, aber für seine Welt sehr aufschlussreichen Flakon
Beim Flakon setzt Lacoste auf ein zeitloses Design. Auf den ersten Blick scheint er frei von jedem überflüssigen Element. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Tatsächlich wurde der Flakon bis ins kleinste Detail durchdacht. Das beginnt bei der Basis. Ihre Oberfläche ist nicht vollständig flach. Der konkave Boden erinnert an den Abdruck eines Tennisballs, der über den Boden streift. Damit ist der Rahmen sofort gesetzt. Durch die transparenten Glaswände dominiert die Farbe Grün. Sie verweist auf mehrere Elemente. Selbstverständlich ist sie eine Anspielung auf das emblematische Krokodil von Lacoste und erinnert zugleich an die Farbe des Schlägers von René Lacoste sowie an grüne Tennisplätze. Gekrönt wird das Ganze von einem kleinen schwarzen Verschluss aus Gummi, dessen Steppnaht sofort an einen Schlägergriff denken lässt. Schließlich trägt ein weißes Etikett auf der Vorderseite schlicht den Namen des Parfums. Von einer schwarzen Linie in zwei Hälften geteilt, erinnert dieses Etikett an einen vom Netz geteilten Tennisplatz sowie an die spürbare Spannung beim letzten Matchball.
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